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Hagenburger Drum& Music Corps setzt sich mit ehemaligem Kassierer vor Gericht auseinander

"Blue Bandits" fehlen 10 000 Euro in der Kasse

Hagenburg (ctr). DerÜbungsbetrieb beim Drum& Music Corps "Blue Bandits" (DMC) läuft gut. Die Hagenburger streben große Ziele an. Trotzdem musste der Verein während seiner jüngsten Hauptversammlung ungewollt Vergangenheitsbewältigung betreiben. Es galt, den Vorstand für knapp acht Monate des Jahres 2004 zu entlasten. Grund für die Verspätung: Die Musiker werfen ihrem ehemaligen Kassenwart vor, während dieser Zeit rund 10 000 Euro veruntreut zu haben.

veröffentlicht am 22.03.2007 um 00:00 Uhr

Dem DMC fehlen Auftrittserlöse wie das "Schützenfestgeld" des Jahres 2004 in der Kasse. Weiterhin sollte der Kassierer im selben Jahr gebrauchte Instrumente verkaufen, um das Vereinskonto aufzubessern. Ein an sich nicht ungewöhnlicher Vorgang im Verein, wie Mitglieder bestätigen. Nur ist das Geld aus diesen Transfers wohl nicht auf den Konten des DMC verbucht worden. Der inzwischen längst ehemalige Kassierer verweigerte dem Vernehmen nach jeglichen Einblick in die Kassenbücher. Eine Abrechung für die Zeit vom 1. Januar 2004 bis zum 27. August 2004 - dem Tag einer außerordentlichen Mitgliederversammlung - liegt dem Verein bis heute nicht vor. Der Vorstand strengte auf zivilrechtlichem und strafrechtlichem Weg mehrere Verfahren an und verklagte den Kassierer. Die Staatsanwaltschaft verneinte zunächst das öffentliche Interesse an dem Fall und stellte eines der Verfahren ein, inzwischen ist es wieder aufgenommen. Nach dem erzwungenen Rückzug des ehemaligen Kassierers berichteten einige Mitglieder plötzlich über "hunderte von Spam-Mails". Der Vorstand wähnte den Kassierer als Urheber, das Gericht sah dies in einem neuerlichen Verfahren als nicht beweisbar an. Der Hagenburger, dessen "Direktimportfirma für Marchingbrassinstrumente" im Internet steht, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ob der Verein das Geld noch einmal wiedersehen wird, ist derzeit unklar. Ein kürzlich vom DMC veranlasster Vollstreckungsbescheid bei ihrem ehemaligen Vorstandsmitglied brachte etwas mehr als 326 Euro, wie der Vorsitzende Harald Behrendt der Mitgliederversammlung mitteilte. Er verwies anschließend gegenüber unserer Zeitung ausdrücklich auf das "schwebende Verfahren" und enthielt sich jeder weiteren Stellungnahme. Die Mitglieder haben den gesamtenübrigen Vorstand für den fraglichen Zeitraum des Jahres 2004 nach längerer Diskussion entlastet und wollen sich jetzt und in Zukunft wieder mit voller Aufmerksamkeit ihrem Übungsbetrieb widmen. Über den weiteren Fortgang der Angelegenheit müssen die Gerichte entscheiden.



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