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Mobbing kann die Ursache für einen Burnout sein

Bloß nicht ärgern lassen

veröffentlicht am 05.05.2012 um 00:00 Uhr

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Kaum ein Gesundheitsthema beschäftigt die Bundesbürger derzeit so sehr wie das Burnout-Syndrom. Während die körperliche Beanspruchung im Arbeitsleben im Durchschnitt weiter zurückgeht, steigen die psychischen Belastungen bei den meisten Arbeitnehmern immer mehr an. Die zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch die dauernde Erreichbarkeit - nach Feierabend und selbst am Wochenende - führen bei vielen Menschen dazu, dass sie sich erschöpft, ausgebrannt und leer fühlen. Eine andere häufige Ursache für ein Burnout-Syndrom ist ein über einen längeren Zeitraum erlebtes Mobbing.

Bei den Betroffenen äußert sich Mobbing vor allem in Ängsten, in einer großen Müdigkeit und Motivationslosigkeit. Man steht am Morgen auf, denkt über den Verlauf des Arbeitstags nach und könnte weinend gleich wieder ins Bett zurückfallen. Detlef Staadt, Diplom-Psychologe aus Offenburg: „Beim Mobbing geschehen Kränkungen des Gegenübers nicht nur zufällig und unbeabsichtigt, sondern werden eventuell sogar zielgerichtet und vorsätzlich herbeigeführt, zumindest aber billigend in Kauf genommen.“ Wer - beispielsweise durch Mobbing - die Motivation am Arbeitsplatz verloren habe, sollte sich am besten an einen Fachmann, etwa einen Diplom-Psychologen oder Psychotherapeuten, wenden, um die Thematik zu besprechen und gemeinsam mit dem Experten einen individuellen Lösungsweg zu erarbeiten. „Dieser Schritt sollte zügig eingeleitet werden, den ansonsten könnte das mögliche Problem chronisch werden“, betont Detlef Staadt.

Eine noch relativ neue Form von Schikane sei, so Staadt, das Cybermobbing. Jeder, der im Internet Informationen von sich preisgebe, mache sich unter Umständen für Attacken, beispielsweise durch Kollegen, angreifbar. Beim anonymen Cybermobbing, bei dem der Urheber nicht feststellbar ist, sollten die Netzwerkbetreiber und Homepageanbieter möglichst schnell über problematische Seiteninhalte informiert und es sollte eine Löschung der Inhalte eingefordert werden. „Auch das Einschalten der Polizei kann unter Umständen sehr sinnvoll und notwendig sein“, sagt Detlef Staadt.

Wenn im Job nichts mehr geht

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wird etwa jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland berufsunfähig. Häufig ist dies nicht die Folge von Unfällen, wie die meisten Bundesbürger glauben, sondern immer öfter die Auswirkung einer psychischen Störung, wie etwa einem Burnout.

Mobbing am Arbeitsplatz geht in der Hierarchie in der Regel von oben nach unten. Da Frauen seltener Führungspositionen besetzen, sind sie entsprechend häufiger von Mobbing betroffen.

Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen



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