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Zahl der gemessenen Geschwindigkeitsverstöße im Landkreis steigt spürbar an

Blitzer spülen 600 000 Euro in Kreiskasse

Kreis Holzminden. Die Blitzer im Kreis Holzminden waren 2015 wieder fleißig: Sowohl bei den stationären Blitzkästen als auch bei den mobilen Geschwindigkeitsüberwachungen ist das Fallaufkommen gestiegen, auch die Anzeigen der Polizei häuften sich. Insgesamt nahm der Kreis im vergangenen Jahr mehr als 600 000 Euro ein.

veröffentlicht am 04.02.2016 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

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Autor:

von Jörg Niggemann
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Kreis Holzminden. Die Blitzanlagen im Kreis Holzminden waren im Jahr 2015 wieder fleißig: Sowohl bei den stationären Blitzkästen im Kreisgebiet als auch bei den mobilen Geschwindigkeitsüberwachungen des Kreises ist das Fallaufkommen angestiegen, auch die Anzeigen der Polizei häuften sich. Insgesamt nahm der Kreis im vergangenen Jahr durch die gemessenen Geschwindigkeitsverstöße mehr als 600 000 Euro ein. Die Summe teilt sich auf in stationäre Messungen (163 474 Euro), mobile Messungen (158 816 Euro) und Anzeigen der Polizei (289 884 Euro), die dann vom Landkreis bearbeitet werden.

Zwei eigene Kameras für fünf Starenkästen besitzt der Landkreis, die abwechselnd in die fünf stationären Geräte im Kreisgebiet eingesetzt werden. Während im Jahr 2014 eine der beiden Kameras defekt war und über mehrere Monate nicht eingesetzt werden konnte, zeigt die Statistik für 2015 wieder die üblichen 360 Messtage pro Kamera an. Insgesamt wurden durch die fünf stationären Geräte 3399 Verwarngelder, 1099 Bußgelder und 46 Fahrverbote verhängt – das ist in allen Bereichen fast doppelt so viel wie 2014. Auch im Vergleich zu 2013 mit 358 Messtagen pro Kamera ist bei den Starenkästen eine Steigerung festzustellen. Damals waren es 2988 Verwarnungen, 754 Bußgelder und 28 Fahrverbote.

Bei der mobilen Überwachung nahm die Messzeit jedoch ab: 460 Messstunden wurden 2015 gezählt, im Vorjahr waren es noch 531. Entsprechend sank die Zahl der Verwarnungen von 4111 auf 3916 und der Bußgelder von 695 auf 489. Die Zahl der ausgesprochenen Fahrverbote stieg allerdings von 38 auf 40.

In der Gesamtbilanz gehen die Entwicklungen auseinander. Während sich das „Fallaufkommen stationär“ im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelte (von 2291 auf 4916), was an der defekten Kamera im Jahr 2014 liegt, stieg das „Fallaufkommen mobil“ leicht von 4496 auf 4533. Und die Zahl der Anzeigen der Polizei nahm sogar deutlich zu: Sie stieg von 3491 auf 4198.

An welchen Schwerpunkten die Polizei die Geschwindigkeitsüberwachungen übernimmt und wo der Landkreis, das sprechen beide stets monatlich ab, erklärt Siegfried Kaiser von der Polizei Holzminden. Während der Landkreis mit seiner grauen Tonne oder aus einem Auto heraus hauptsächlich innerorts, in Wohngebieten und an Schulen blitzt, kontrolliert die Polizei hauptsächlich außerhalb geschlossener Ortschaften. „Wir richten uns bei der Auswahl hauptsächlich nach Unfallschwerpunkten“, betont Kaiser. Dazu gehört auch die B 64 Umgehung Bevern-Lobach, an der die Beamten regelmäßig kontrollieren. „Auch wenn man es auf den ersten Blick kaum glaubt, herrscht hier reger Wildwechsel.“ Zwei Unfalltote habe es auf dieser Strecke bereits gegeben. „Ich bin mir sicher: Wenn wir hier nicht so häufig messen würden, wäre das Geschwindigkeitsniveau viel höher.“



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