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Sanierung des Abwassersystems in Bessingen soll rund 730 000 Euro kosten / Straße im gleichen Arbeitsgang repariert

Blick in die Unterwelt bestätigt: Kanalnetz marode

Bessingen (ist). Der Schwerlastverkehr auf der Landesstraße mitten durchs Dorf bedeutet für Bessinger Autofahrer und Anlieger seit Jahren nicht wirklich Komfort pur. Dass es auch unter der Straße in der annähernd 50 Jahre alten Kanalisationsverrohrung möglicherweise nicht zum Besten gestellt sei, wurde seit Jahren geahnt. Eine Untersuchung, im Auftrag der Kommune und durchgeführt von der Ingenieurgesellschaft inplan (Hameln), des Ab- und Regenwasserentsorgungssystems bestätigt: eine Sanierung der Bessinger Unterwelt ist dringend notwendig.

veröffentlicht am 07.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

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„Nur wenige Abschnitte sowohl des Schmutzwasserleitungs- als auch des Regenwasserkanalnetzes weisen keine Schäden auf“, stellt Planer Ralf Semke fest. Seine Mängelliste der Leitungsinspektion: mehrfach vernetzte Risse, nicht fachgerecht eingebaute Stutzen, Scherbenbildung bis hin zum Einsturz der gebrochenen Rohre, Wurzeleinwuchs, stellenweise mit nicht einmal 40 Zentimetern viel zu geringer Überdeckung und „knirsch“ aneinandergelegte Rohre ohne statisch wirksame Einbettung. Die notwendigen Sanierungsarbeiten werden in diesem Jahr nach zeitnaher Ausschreibung in zwei Abschnitten begonnen, erklärt Jürgen Krückeberg als Bauamtsleiter und Betriebsleiter des „Eigenbetriebes Flecken Coppenbrügge“.

Erster Bauabschnitt ist die Sanierung der Regenwasserkanalisation im Bereich zwischen der Straße „An der Beeke“ und Ortsausgang Richtung Bisperode.

In entgegengesetzter Richtung bis zum Friedhof werden im zweiten Bauabschnitt sowohl Regenwasserkanalisation als auch Schmutzwasserkanäle erneuert und teilweise tiefer gelegt. Mit Baubeginn für die Arbeiten des ersten Abschnittes rechnet Krückeberg im September/Oktober 2012. Nach dessen Abschluss werde es je nach Witterung einen fließenden Übergang zum nächsten Bauabschnitt geben, da die Arbeiten bis Ende 2013 abgeschlossen sein sollen. Die Kosten für den ersten Teil werden mit 340 000, für den folgenden Bauabschnitt mit 290 000 Euro veranschlagt. Noch nicht genau ermittelt ist die finanzielle Beteiligung der Straßenbauverwaltung für die Regenwasserkanalisation (60 000 bis 70 000 Euro), die daraus resultiere, dass auch das Oberflächenwasser der Landesstraße (Baulastträger die Straßenbauverwaltung) in den „gemeindeeigenen“ Regenwasserkanälen abläuft.

Auf entsprechende Verkehrsbehinderungen und Umleitungen für die Dauer von zwei Jahren ab Herbst 2012 müsse in Bessingen gerechnet werden, da im gleichen Arbeitsgang auch Bürgersteige und – auf Landeskosten – die Durchfahrtsstraße saniert würden.

„Sowohl auf, neben und unter der Straßenlandschaft in Bessingen sehen wir damit einem Komfort mit 1-A-Schliff entgegen“, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Bliebe nur noch die Hoffnung auf Um- beziehungsweise Abklassifizierung der Landes- zur Kreisstraße offen, um ohne überregionalen Schwerlastverkehr mehr Ruhe im Dorf zu haben. „Die Zeichen aus der Straßenbaubehörde stehen nicht schlecht“, sagt Peschka.

„Nur wenige Abschnitte des Schmutzwasserleitungs- und des Regenwasserkanalnetzes weisen keine Schäden auf“, sagen die Ingenieure.

Foto: inplan



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