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Stadtrat Schröder: "Aufwand von 40 000 Euro" / Diskussion um Alternativen

"Bleekebrink 2 mit Leben erfüllen": Jugendfeuerwehr soll in alte Schule

Todenmann (mld). In der Frage, wie das alte Schulgebäude, Bleekebrink 2, wieder mit Leben erfüllt werden könnte, hat Klaus Helmentag von der SPD auf der jüngsten Ortsratssitzung einen neuen Vorschlag gemacht: In das leerstehende Gebäude könnte die Jugendfeuerwehr ziehen.

veröffentlicht am 02.10.2008 um 00:00 Uhr

"Unser Feuerwehrhaus platzt aus allen Nähten", unterstützte Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski den Antrag. Die Todenmanner Feuerwehr sei zwar gut ausgerüstet, doch für Schulungen und Übungen fehle im Feuerwehrhaus der Platz: "So, wie es jetzt ist, geht es nicht mehr". Seit Jahren wird das sanierungsbedürftige Gebäude Bleekebrink 2 nicht mehr voll genutzt. Der Versuch, die Räume weiterzuvermieten, blieb erfolglos, wie auch die Einrichtung einer Lesestube. So sieht Klaus Helmentag die ehemalige Schule als "optimal geeignet" für die junge Feuerwehr. Die Räume, die dafür in Frage kommen, würde die Todenmanner Feuerwehr in Eigenleistung sanieren - "eine Summe von tausend Euro müsste jedoch veranschlagt werden", heißt es in Helmentags Antrag. Das Geld könne aus den Posten für die Bauunterhaltung, die Lesestube und die Wohnung Bleekebrink 2 entnommen werden. "Mit tausend Euro ist es aber nicht getan", warnte Erster Stadtrat Jörg Schröder. Die Kosten für die Sanierung seien zurückhaltend berechnet worden, man müsse auch an das Thema Brandschutz denken: "Das Gebäude braucht einen zweiten Rettungsweg": eine Feuerleiter. Die einzurichten bedeute einen "erheblichen Aufwand" - und eine Investition von 40 000 Euro, schätzte Schröder. "Der zweite Rettungsweg ist da", protestierte Rolf Marchlewski. Die Todenmanner Feuerwehr verfüge über eine vierteilige Steckleiter, die ins Obergeschoss des alten Schulgebäudes reiche. Rechtlich gesehen reiche das als Brandschutz, so Marchlewski, und mache die Investition von 40 000 Euro nicht notwendig. Paul-Egon Mense (FDP) schlug vor, dass die Jugendfeuerwehr die ungenutzte Lesestube im Erdgeschoss benützen könne: "So wären überhaupt keine Umbaumaßnahmen erforderlich." Auch Uwe Drinkuth von der CDU sah eine Alternative zur Feuerleiter: "Laut Baurecht reicht es, wenn das Gebäude eine Fläche hat, die im Brandfall anleiterbar ist." Sein Vorschlag: Statt einer Feuerleiter könne man Dachfenster einbauen, durch die die Kinder im Brandfall auf das Dach flüchten könnten. Von dort könnten sie von der Feuerwehr gerettet werden. "Dachfenster kosten statt 40 000 nur 2000 Euro", schätzte Drinkuth. "Und vielleicht kann der Landkreis den Umbau bezuschussen." Drinkuths Vorschlag fand unter den Ortsratsmitgliedern den größten Zuspruch. Auch die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Annette Steuber zeigte sich überzeugt: "Das ist ein guter Vorschlag. Wir werden uns dafür einsetzen".



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