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Neuentwickeltes fluoreszierendes Dreieck soll Feuerwehr-Rettungstrupps den Weg ins Kinderzimmer zeigen

„Blaulichtkids“ die Angst vor Flammen genommen

Hilligsfeld (tis). Bei der neu gegründeten Kinderfeuerwehr „Blaulichtkids Hilligsfeld“ steht nicht nur Spaß und Spiel auf dem Programm. Auch mit dem Thema „Feuer und Wohnungsbrand“ wird sich ernsthaft auseinandergesetzt. So auch jüngst, als es darum ging, wie sich die Kinder bei einem Feuer verhalten. Dabei wurde auch der sogenannte „Kinderfinder“ präsentiert – eine neue, von verschieden Feuerwehrverbänden unterstützte Initiative. Sie soll es Feuerwehrkräften leichter machen, im Brandfall in Gebäuden das Kinderzimmer zu finden.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 13:41 Uhr

Bei den „Blaulichtkids Hilligsfeld“ steht auch Spaß

Zunächst wurden die Jungen und Mädchen jedoch darüber informiert, wie sie sich im Brandfall verhalten sollen. „Viele Kinder wussten schon Bescheid, was bei einem Feuer zu beachten und zu tun ist. Auf den Boden legen, die Türritzen abdichten, schnell rauslaufen, den Notruf 112 anrufen oder Fenster aufmachen und um Hilfe rufen – all das wurde genannt“, berichtet Kinderfeuerwehrwart Thorsten Blascheck. Was sonst noch wichtig ist, wurde den Kindern spielerisch vermittelt, etwa, dass man sich nicht versteckt, sondern auf sich aufmerksam macht, wenn man in einem Zimmer voller Qualm eingeschlossen ist, und wie die Feuerwehr den Betroffenen hilft.

„Kommt es zu einem Brand, gehören Kinder zu den schwächsten Personen, denen wir die volle Aufmerksamkeit bei Rettungsmaßnahmen widmen“, bemerkt Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke. Denn Kinder hätten oft noch nicht das Verständnis für einen Ernstfall. Sie befänden sich in einem Ausnahmezustand. Aus panischer Angst vor Feuer und Rauch flüchteten Kinder meist in vertraute Bereiche, vorzugsweise in ihr Kinderzimmer. Der Kreisbrandmeister: „Dort verstecken sie sich dann häufig unter dem Bett, im Kleiderschrank oder hinter anderen Möbeln, wo sie nur schwer zu finden sind. Der im Ernstfall immer dichter werdende Brandrauch erschwert dem Feuerwehrtrupp zudem die Suche nach ihnen.“

Deshalb müssen Atemschutztrupps wissen, wo sie suchen sollen. Doch gerade wenn es bei einem Rettungseinsatz schnell gehen muss und das Haus bereits stark verqualmt ist, sei es oft schwer zu unterscheiden, ob es sich bei den Räumen um ein Kinder-, Schlaf- oder Wohnzimmer handelt. Dieses Manko haben verschiedene Landesfeuerwehrverbände zusammen mit den VGH Versicherungen zum Anlass genommen, den „Kinderfinder“ zu entwickeln. Ein fluoreszierendes Dreieck soll das Auffinden des Kinderzimmers erleichtern. Es wird außen an der Kinderzimmertür angebracht, am besten im unteren Drittel, damit es vom Brandrauch nicht verdeckt und von dem kriechenden Rettungstrupp auch gesehen werden kann. „Eine sehr sinnvolle Sache, die wir unterstützen wollen, schließlich liegt uns viel an der Sicherheit der Kinder“, erklärt Christine Wöbbecke, Betreuerin bei den „Blaulichtkids“.

Beim Weihnachtsmarkt am Samstag, 28. November, am Dorfgemeinschaftshaus Hilligsfeld will die Kinderfeuerwehr weitere Aufklärung über das Thema „Kinderfinder“ und Rauchmelder geben. Die „Kinderfinder“-Aufkleber werden bei den Aktionen des VGH-Brandschutzmobils verteilt oder sind auf Anfrage bei der VGH Hauptverwaltung in Hannover zu bekommen.



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