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Die Erfolgsgeschichte geht weiter

BKK will bauen und Arbeitsplätze bis 2016 verdoppeln

Obernkirchen (sig). Sehenswerte moderne Bauvorhaben und eine Verdopplung der vorhandenen Arbeitsplätze - das sind Botschaften, von denen so manches Unternehmen und sicherlich auch die meisten Kommunen träumen. In Obernkirchen soll das Realität werden, zumindest bei der BKK 24. Auch der angedachte Zeitrahmen ist überschaubar. Innerhalb eines Jahrzehnts soll dieses Ziel Wirklichkeit werden. Die Basis dazu wurde am Montagabend gelegt.

veröffentlicht am 14.06.2006 um 00:00 Uhr

Friedrich Schütte

Zu diesem Zeitpunkt traf sich der Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt im Verwaltungsbereich der Krankenkasse und stellte die notwendigen Weichen. Er beschloss, den Bebauungsplan "Sülbecker Brand" zu ändern und die gesamte Fläche als Sondergebiet für "Dienstleistung und Verwaltung" auszuweisen. Bislang teilte sich dieser Bereich in ein Mischgebiet und in ein Baugebiet für zwölf Wohnhäuser auf. Durch die ungeahnt schnelle Aufwärtsentwicklung der BKK hat sich aber die ursprüngliche Planung geändert. "Wir sind durch die verschiedenen Fusionen zu einem bundesweit tätigen Anbieter geworden", begründete BKK-Vorstandschef Friedrich Schütte die neue Situation. Im Bundesgebiet gebe es heute aufgrund der Entwicklung im Gesundheitswesen drei von vier Krankenkassen nicht mehr. Die BKK 24 macht erfreulicherweise eine ganz andere Phase durch. Die Zahl der Mitglieder wächst und damit anteilig auch die Schar der benötigten Mitarbeiter. Schütte machte deutlich, dass man im Laufe der nächsten zehn Jahre damit rechne, 500 Arbeitsplätze anbieten zu können. Das ist mehr als eine Verdopplung. Zurzeit hat die Krankenkasse mit Hauptsitz in Obernkirchen 230 Mitarbeiter, fast 200 davon in der Bergstadt. "Mit dem Raumangebot kommen wir noch bis zum Ende des Jahres hin, also besteht akuter Handlungsbedarf", versicherte Schütte. Diplom-Ingenieur Bruno Tatge entwickelte anschließend die baulichen Planungen. Erster Schritt wird das Errichten eines dreigeschossigen Info- und Kommunikationscenters sein, der schon im ersten Quartal 2007 bezugsfertig sein soll. In dem kreisrunden Gebäude, einem Stahlbeton skelettbau mit 20 Metern Durchmesser, werden Service- und Infobereich zusammengefasst. Der für die Krankenkasse für das kommende Jahrzehnt berechnete Bedarf an Büroraum liegt bei 7500 Quadratmetern (zurzeit sind es 3000). Deshalb sieht die Planung weitere zwei Verwaltungsgebäude vor, die fast parallel zu den bestehenden Trakten entstehen sollen. Das Info-Center würde dann den Mittelpunkt des gesamten Gebäudekomplexes bilden. Diplom-Ingenieur Matthias Reinold aus Rinteln, der die Planung aus städtebaulicher Sicht erläuterte, sprach davon, dass es bei dem Projekt noch zusätzliche Aspekte für einen Gesundheitsbereich gebe. Die Integration von Medizin, Wellness und Sport mit entsprechenden Beherbergungsmöglichkeiten sollte nicht ausgeschlossen werden. Bei dem zusätzlichen Parkraum, der dazu geschaffen werden muss, böte sich am Wochenende vielleicht bei größeren Turnieren eine Mitnutzung durch den Golfclub an, ließ der Planer anklingen. Angesichts der Tatsache, dass die Mitarbeiter inzwischen aus allen Teilen Deutschlands kommen, keimt die Hoffnung auf, dass sich dadurch auch der heimische Wohnungsbaumarkt belebt - kein zu unterschätzender Aspekt mit Blick auf die zurzeit sinkende Einwohnerzahl. Stadtdirektor Wilhelm Mevert, der gleichnamige SPD-Fraktionschef, Gruppensprecherin Beate Krantz (CDU) und Martin Schulze-Elvert (CDU) machten deutlich, dass die gesamten Planungen nicht durch Abwasserprobleme behindert werden dürfen. Man müsse Lösungen finden, die nicht in dem tiefer gelegenen Gelldorf negative Folgen haben. Einzelbewerber Dr. Konrad Bögel forderte, dass das gesamte Spektrum der geplanten Nutzungen spätestens bei der Auslegung der Bebauungspläne präzise definiert werden sollte. Thomas Stübke (Grüne) sprach die Möglichkeit an, umweltfreundliche Energien einzusetzen. Durch eine entsprechende Anordnung der Neubauten ließe sich zum Beispiel Sonnenenergie gewinnen.

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