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Straße "Auf der Höhe": Sanierung ab April 2008 / Anlieger erhalten Zusage vom Bürgermeister

"Bitte, keine vollgelaufenen Keller mehr!"

Stadthagen (gus). Die Anlieger der Straßen Kleines Klosterfeld und Auf der Höhe haben bei ihrer Bürgerversammlung in zweierlei Hinsicht Klarheit bekommen: Einerseits gibt es einen Zeitplan für die Sanierung beider Straßen. Andererseits wird das Vorhaben nicht im Handumdrehen passieren.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:00 Uhr

Im Festzelt kommt es zu einer kontroversen Debatte. Foto: gus

Im April 2008 soll die Erneuerung der Straße Auf der Höhe beginnen. Das Geld ist im aktuellen Haushalt bereit gestellt, die Planungen sollen bis zum Winter abgeschlossen sein. Diese Informationen hatte Bürgermeister Bernd Hellmann zur Bürgerversammlung am Freitag mitgebracht. Der Applaus hielt sich in Grenzen. Zunächst waren noch einige Wogen in Sachen Straßenausbaubeitragssatzung (StraBS) zu glätten. Denn obwohl Hellmann angedeutet hatte, dass das Pendel zum Zeitpunkt der Versammlung bereits in Richtung Grundsteuer-Erhöhung alternativ zur Beitragssatzung ausgeschlagen war, entwickelte sich zunächst eine Debatte zu dem Thema. Die Ratsmitglieder Richard Wilmers (WIR), Ernst Lenk (Grüne) und Merve Neumann-Tietzer (SPD) hatten sich dabei gegen eine Straßenausbaubeitragssatzung ausgesprochen. Erst Ratsherr Wolfgang Rehrmann (CDU) setzte dem mit den Worten "das ist endgültig vom Tisch" ein Ende. 320 000 Euro für den Straßenbau und 120 000 Euro für Kanalbaumaßnahmen sind laut Hellmann für den Bereich Auf der Höhe eingeplant. Der Organisator der Versammlung, Rainer Beddig, hatte eingangs die Wünsche der Anlieger ausgegeben: Keine vollgelaufenen Keller mehr, keine Luxus-Sanierung, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. In Sachen Kellerüberflutung sicherte Hellmann zu, dass das Kanalsystem modernisiert wird. Den Berichten der Anlieger zufolge dringt nach Regenfällen regelmäßig Wasser in zahlreiche Kellerräume an beiden Straßen. Laut dem Bürgermeister wird der Mischwasserkanal, der sich derzeit dort befindet getrennt. Ein heute übliches Zweirohrsystem mit Schmutz- und Regenwasserkanal werde installiert. Ein Zuhörer wies darauf hin, dass nach der Sanierung Auf der Höhe immer noch das Mischwasser aus dem Kleinen Klosterfeld gesammelt auf den neuen Übergangspunkt treffen würde. Hellmann nahm den Hinweis auf und versprach, die Frage erörtern zu lassen. Die Grundstückseigentümer müssen selbst für korrekte Hausanschlüsse an das neue Kanalsystem sorgen. Auch Rückstauventile müssen diese selber einbauen lassen. Wann der Ausbau der Straße Kleines Klosterfeld realisiert wird, blieb unklar. Hellmann wollte keinen Zeitpunkt nennen, stellte jedoch eine Wartezeit von "ein oder zwei Jahren" nach dem Ende der Bauarbeiten an der Straße Auf der Höhe in Aussicht. "Da bleibe ich meinem Prinzip der Ehrlichkeit treu", betonte Hellmann. Solche Planungen seien Sache des Rates und da habe er auch nur eine Stimme. Hatte der Bürgermeister mit dem Termin April 2008 bereits wenig Begeisterung erzeugt, gab es zu den Ausführungen zur zweiten Sanierung im Kleinen Klosterfeld Protest rufe.



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