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Einkalkulierte Gewerbesteuer nicht erhalten / Die Jubiläums-DVD und -Chronik gibt's erst Mitte 2008

Bislang herrscht noch Ebbe in Ahnsens Kasse ...

Ahnsen (tw). Zwischen den letzten Ratssitzungen hat sich auch in Ahnsen eine Menge getan: Gutes und weniger Gutes. Was - darüber informierte Bürgermeister Heinz Grabbe (SPD) den Rat während der jüngsten Zusammenkunft im Mehrzweckhaus.

veröffentlicht am 18.10.2007 um 00:00 Uhr

Von der CDU-Fraktion erstellt: Wer aus Richtung Bückeburg/Bergdo

Landesstraße: "Ein (Total-)Ausbau der L 451 zwischen dem Kreuzungsbereich Theodor-Heuss-Straße/Friedrich-Ebert-Straße und dem nördlichen Ortsrand kommt vor 2016 nicht in Frage", erinnert Grabbe. Also habe sich die Gemeinde mit dem Land dahin gehend geeinigt, dass zumindest ein kombinierter Rad/Fußweg angelegt wird. "Das", so der Bürgermeister, "ist die einzige Möglichkeit, um - schneller - zum Zuge zu kommen". Die Kosten betragen 220 000 Euro. Hinzu kämen Planungskosten von weiteren 20 000 bis 30 000 Euro, weil die alten Pläne nicht mehr verwendet werden können. Macht unterm Strich Gesamtkosten von bis zu 250 000 Euro. Die Gemeinde rechnet mit einem anteiligen Zuschuss zwischen 30 und 45 Prozent; die genaue Summe, die bis zu 100 000 Euro betragen kann, steht derzeit noch nicht fest. Allerdings hält es die Ahnser CDU für "nicht hinnehmbar", dass am Asphalt, der teilweise in einem so schlechten Zustand sei, dass es einem fast die Achse wegreiße, bis 2016 nichts geschehen soll. Laut Grabbe erhält die Straße aber im Zuge der Anlage des Fuß- und Radweges eine neue Verschleißdecke. Finanzen Die Finanzlage der Gemeinde ist weniger rosig als gedacht. "Wir hatten im Haushaltsplan in Sachen Gewerbesteuer Einnahmen von 75 000 Euro einkalkuliert", so Grabbe. Der Bürgermeister: "Mit Stand von heute haben wir aber 12 000 Euro minus auf dem Konto. Denn Ahnsen habe nicht nur keine Gewerbesteuer erhalten, sondern habe - im Gegenteil - noch welche zurück zahlen müssen. Jetzt hofft Grabe auf die Zuweisungen bei der Einkommenssteuer, damit die Gemeinde keinen Nachtragshaushalt auflegen muss, sonder einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan auf die Beine stellen kann. Peters Feld Aus Anlass des Starkregens, der Pfingsten in halb Schaumburg zuÜberschwemmungen führte, hat die Gemeinde in Peters Feld eine neuen Graben ziehen lassen. Die Wassermassen waren damals über den Wanderweg hinweg geströmt und bis zu den Häusern an der Landesstraße gelangt. "Hätten wir den Graben nicht gezogen", sagt Grabbe, "wäre uns das Malheur bei dem jüngsten Stark regen nochmal passiert und die Betroffenen hätten die Gemeinde in Regress nehmen können." Jetzt fließe das Wasser geordnet ab, tangiere auch den Wanderweg nicht mehr. Das Ganze sei keine unnütze Maßnahme, im Gegenteil. Das Verfahren, das zu einer Bebauung des Areals führen kann, sei im vollen Gange. Widdenser Weg Zugesetzt hat der Starkregen aber auch dem Widdenser Weg, der laut Grabbe total ausgespült wurde. Die abgeschlossene Sanierung koste die Gemeinde zwischen 10 000 und 12 000 Euro. Jetzt habe der Weg eine "vernünftige" Decke erhalten, auf der Spaziergänger unbeschadet in den Harrl gelangen könnten. Sportplatz Mitarbeiter der Samtgemeinde haben die dortigen Bänke repariert. Außerdem wurde an der Bouleanlage ein Korbball aufgestellt, der laut Grabbe von Kindern und Jugendlichen bereits "gut bespielt" wird. Infotafel Die CDU-Fraktion, allen voran Fraktionschef Dieter Gutzeit (Zeichnung) und Ralf Zuschlag, hat der Gemeinde eine neue Informationstafel spendiert, die aus Richtung Bückeburg/Bergdorf kommende Fahrer über die Lage der Straßen in Ahnsen sowie über diejenige der Gewerbebetriebe aufklärt; es ist die zweite Tafel ihrer Art. Für dieses Engagement dankte der Bürgermeister der CDU. DVD und Chronik "Beides", bedauert der Bürgermeister, "wird 2007 nicht mehr fertig werden". Die Gemeinde hatte die Projekte im Zusammenhang mit der zurückliegenden 750-Jahr-Feier in Auftrag gegeben. Neues Ziel: DVD und Chronik sollen bis Mitte 2008 vorliegen und dann während einer Feierstunde im Mehrzweckhaus den Ahnsern vorgestellt werden. Bleibt nachzutragen: Für ihre Entscheidung, das Jubiläum nicht in einem Rutsch, sondern zeitversetztüber das ganze Jahr zu feiern, hat die Gemeinde laut Grabbe sehr viele Komplimente erhalten.

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