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Nissan hat von seinem Vollstromer schon über 50 000 Einheiten verkauft

Bis jetzt Leaf es ganz gut

veröffentlicht am 23.02.2013 um 00:00 Uhr

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Man sollte sich nichts vormachen: Elektrisch betriebene Autos sind eine Alternative, aber noch keine optimale Lösung für den Individualverkehr. Zwar werben Hersteller – in diesem Fall Nissan mit seinem neuen Modell Leaf – um die Gunst der Käufer, indem sie behaupten, dass der Vollstromer, der an einer handelsüblichen Steckdose aufgeladen werden kann, null Kohlendioxid ausstößt, doch solange der Strom, der auch dem Leaf einverleibt wird, aus Kohle- oder Kernkraftwerken gezapft wird, ist das nicht wahr. Und solange Endlagerfragen nicht geklärt sind, ist der Grün-Anstrich, den sich die Hersteller hier selber geben, mehr als fragwürdig. Die emissionsfreie Mobilität, von Nissan gerne und oft zitiert, gibt es nicht.

Nun wäre es dennoch hochgradig ungerecht, den Automobilherstellern die Schuld für die missliche Lage in der Energiewirtschaft zu geben. Dafür sind bekanntlich andere zuständig; einerseits die Politik und andererseits ist es auch eine gesellschaftliche Frage, inwieweit man sich auf einen Stromwechsel persönlich einlassen will. Den Leaf zu verteufeln, ist also der falsche Weg. Mehr noch: Als „World Car Of The Year 2011“ ist er seiner Zeit seit Längerem wohl weit voraus. Was sich verbessern muss, ist nicht das Auto, sondern die Energiebasis. Vor diesem Hintergrund darf das Fahrzeug durchaus als „Elektro-Revolution für alle“ gewertet werden. Kein Schnäppchen, fürwahr, denn mit über 30 000 Euro Grundpreis müssen potenzielle Käufer vergleichsweise tief in die Tasche greifen – dafür aber braucht keiner von denen jemals wieder eine Tankstelle ansteuern. Nach und nach rentiert sich womöglich der Anschaffungspreis gegenüber einem benzinbetriebenen Fahrzeug.

Was ist also zu beachten beim Kauf eines Nissan Leaf? genau: eine Steckdose in der Garage. Der Ladevorgang ist relativ schnell geschehen: Die Batterien können über eine Haushaltssteckdose in acht Stunden aufgeladen werden. Bei 30 Prozent Restkapazität lässt sich die Batterie an einer Schnellladestation in nur 15 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Dass Nissan dies als „revolutionär“ bezeichnet, ist gut und richtig! Die Reichweite beträgt maximal 175 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 145 Kilometer pro Stunde. 80 kW/109 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm bietet dem Fahrzeug genug Vortrieb. Und nur weil hier kein Benzin den Motor befeuert, muss noch lange keiner auf Komfort verzichten: Der Leaf verfügt über eine komplette Komfort- und Sicherheitsausstattung, die unter anderem Klimaanlage, Navigationssystem, Rückfahrkamera, Schnellladeanschluss und Smartphone-Verbindung umfasst.

Strom hin oder her: Der Leaf ist und bleibt eine praktische Schräghecklimousine mit vier Türen und fünf Sitzen in einem ansprechend Design, vor allem in frischen Farben wie dem Himmelblau. Nissan hat mit dem Leaf Erfolg: Immerhin schon über 50 000 Exemplare wurden seit Markteinführung 2011 ausgeliefert. Und das Interesse der Kunden sei weiter ungebrochen. „Der Nissan Leaf ist eine Revolution“, sagt Paul Willcox, Senior Vice President Nissan Europe.



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