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Ingenieure nehmen die Konstruktion alle sechs Monate unter die Lupe / Stadt muss sich an Neubaukosten beteiligen

Bis Anfang 2011 muss die alte Weserbrücke noch halten

Hameln (ni). Wer drüber fährt, spürt nichts davon, aber die Experten wissen‘s: Der Westteil der Münsterbrücke zwischen Werderkopf und Schleusenmauer ist marode. So marode, dass Ingenieure des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr die genietete Konstruktion mittlerweile im Abstand von sechs Monaten unter die Lupe nehmen um sicher zu gehen, dass die Quere über die Weser noch gefahrlos zu benutzen ist. Wenigstens bis Anfang 2011 muss das Bauwerk noch halten. Dann soll es abgerissen und durch ein neues ersetzt werden.

veröffentlicht am 22.10.2009 um 10:01 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Weserbrücke

Das Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben läuft. „Problemlos“, wie Markus Brockmann versichert, und weshalb der Leiter der Hamelner Geschäftsstelle des Landesamtes auch davon ausgeht, dass der Beschluss „in Kürze“ vorliegt. Spätestens am 22. Februar nächsten Jahres soll laut Brockmann die Ausschreibung veröffentlicht werden; die Auftragsvergabe könnte dann Ende Juni erfolgen.

Der bisherige Zeitplan sieht vor, im Winter 2010/2011 den Bau der Behelfsbrücke in Angriff zu nehmen. Sie ruht auf Hilfsfundamenten und führt – vom Münster aus gesehen – rechts entlang des alten Brückenteils, der im Februar 2011 abgerissen werden soll. Gehen die Arbeiten glatt über die Bühne, kann der Verkehr schon ein Jahr später über die neue Brücke rollen.

Den veränderten Sicherheitsnormen für den Brückenbau ist es zuzuschreiben, dass das neue Bauwerk knapp einen Meter höher ausfällt als sein Vorgänger. Der Abstand von der Unterkante zum Weserwasser bleibt der alte, „was wegen der Schifffahrt notwendig ist“, erklärt Brockmann. Aber das Tragwerk werde mächtiger und auch der Unterbau für die Fahrbahn. Verbunden mit dem Neubau sind umfangreiche Leitungsverlegungen, denn sowohl unter als auch in der Brücke verlaufen Strom-, Gas- und Wasserleitungen. „Die müssen zuerst auf die Behelfsbrücke und später wieder auf den neuen Brückenteil verlegt werden“, so Brockmann. Zuständig für diesen Part seien die Stadtwerke, die intensiv in die Planung eingebunden seien.

Mit der Stadt Hameln noch auszuhandeln sei der Kostenanteil, den die Kommune bei dem überwiegend vom Bund finanzierten Projekt übernehmen muss. „Alles, was die Fußgänger betrifft, geht zu Lasten der Stadt“, heißt hier die Faustregel. Die Gehwege auf den neuen Brückenteil, die Anpassung und behindertengerechter konstruierten Rampen an den Aufgängen, der Tunnel an der Schleuse – dafür muss Hameln Geld auf den Tisch legen. „Vorverhandlungen haben bereits stattgefunden, beschlossen ist die Kostenbeteiligung noch nicht“, sagt Brockmann.

Heute Nachmittag informiert Brockmann die Politik über den aktuellen Planungsstand des Projektes. Das Thema steht auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt, die um 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beginnt.



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