weather-image
Planer Matthias Reinold stellt Vorentwurf im Fachausschuss vor / Probleme bei Begegnungsverkehr

Biogasanlage: Kein Geruch und kein Lärm

Hattendorf (rnk). Die Formulierung von der "planungsrechtlichen Sauberkeit" fällt oft in dieser Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses, auch der "partnerschaftliche Umgang" wird mehrmals beschworen, als die Politiker und Verwaltungsmitglieder über ein Großprojekt in Hattendorf diskutieren, das einem Landwirt ein wirtschaftliches Standbein für die Zukunft sichern soll: Karl-Heinz Oldendorf möchte auf seinem Hof in der "Lust" eine Biogasanlage bauen.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

Weit und breit kein Nachbar in Sicht: Die Biogasanlage an der "L

Um es vorwegzunehmen: Weder im Rathaus noch in den politischen Gremien gibt es gravierende Einwände, weder Fachausschuss noch Verwaltungsausschuss hatten in ihren Sitzungen im September Bedenken, und auch im Fachausschuss gab es keinen Widerspruch. Aber die Größe der beantragten Anlage rät zu einer besonders sorgfältigen Abwägung. Zwar wird im ersten Schritt nur eine Anlage mit einer maximalen Leistung von 0,5 Megawatt gebaut, aber die Option auf einen zweiten Schritt, auf eine Erweiterung auf bis zu 1,5 Megawatt, soll durch die Bauleitplanung geschaffen werden, denn Oldendorf plant langfristig: "Wir müssen durch die Planung Entwicklungsraum ermöglichen", sagte Planer Matthias Reinhold. Probleme sieht Reinold bei der Vorstellung seiner Vorentwurfsfassung nicht. Mit Geruchsbelästigungen müssten die Anwohner nicht rechnen, da die Hofstelle gut 400 Meter von den nächsten Anwohnern entfernt liegt und der Wind schon nach 200 Metern durch seine Verwirbelungen jeden Geruch so verdünnt hätte, dass er nicht mehr wahrnehmbar wäre. Reinold: "Geruch gibt es nur im Silo." Ähnlich sei es bei den Geräuschen, auch hier werde es keine Belästigungen geben, versprach Reinold, der in Hattendorf seine 19. Anlage dieser Art bauleitplanerisch betreut. Da würden große Flächen für die Biomasse benötigt, wies Andreas Watermann (SPD) auf ein mögliches Problem hin, und schon im letzten Jahr habe während der Ernte dort viel Verkehr geherrscht. Nicht mehr als üblich, widersprach Reinold, zudem habe der Landwirt seine Betriebsflächen recht gut in alle Himmelsrichtungen verteilt: Segelhorst, Rehren, Rannenberg - da werde sich der Anlieferverkehr gut verteilen. Friedrich Gärling (CDU) verwies auf die schmalen Zufahrtswege: Bei Begegnungsverkehr werde es schwierig. Das sah auch Planer Reinold so: Man habe das Thema schon zu Beginn der Planungenangesprochen, Begegnungsverkehr sei auf diesen schmalen Wegen nicht möglich: "Man muss sich anpassen." Möglich wäre in einem späteren Schritt auch noch ein Blockheizkraftwerk. Wie die anfallende Wärme genutzt werden kann, hänge vor allem davon ab, wie viel für die Trocknung benötigt wird. Die Gemeinde, so Bürgermeister Thomas Priemer, werde daher auch einen so genannten "Durchführungsvertrag" mit dem Landwirt abschließen: "Das regelt, wer was bezahlt." Und sichergestellt werden müsse auch, dass noch genügend Parkplatz für den Sportverein bleibt, wenn geerntet wird. Aber über Straßenbankett und Großfahrzeuge werde sicherlich noch bei der vorgezogenen Bürgerbeteiligung in Hattendorf gesprochen, außerdem habe ja noch der Gemeinderat das letzte Wort.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt