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Investor Hans-Jörg Gregel rechnet mit 130 neuen Arbeitsplätzen / Baubeginn ist im Sommer 2007

Bioethanol-Verträge sind unter Dach und Fach

Bückeburg (bus). Während des Grünkohl-Essens der CDU-Rathausfraktion ist bekannt geworden, dass am Dienstag der vergangenen Woche die Verträge über die Errichtung einer Bioethanol-Anlage im Hafen Berenbusch unterzeichnet worden sind. Die Abschlussverhandlungen hätten sich in Hannover über mehr als zwölf Stunden hingezogen, verdeutlichte Investor Hans-Jörg Gregel den vertragsrechtlichen Umfang des Vorhabens.

veröffentlicht am 28.11.2006 um 00:00 Uhr

Hans-Jörg Gregel (l.) und Jürgen Harmening während des Grünkohl-

Gregel, der die Anlage entgegen ursprünglichen Absichten mit einem gleichberechtigten Partner hochziehen will, gab als voraussichtlichen Baubeginn den Sommer des bevorstehenden Jahres bekannt. Seine knappe Erläuterung zum Stand der Dinge: "Der Plan ist fertig, die Finanzierung steht." In der Realisierung des Projekts war es in der Vergangenheit zu hochkarätigen Zusammenkünften und herben Rückschlägen in etwa gleicher Zahl gekommen. Der zunächst veröffentlichte Terminplan hatte den Beginn des Hallenbaus für Februar 2006 vorgesehen, nahezu zeitgleich sollte mit der Installation des Maschinenparks begonnen werden. Im Dezember 2005 erläuterten die Projektplaner Hans-Jörg Gregel, Claus Völkner und Dr. Stefan Süllwald ihre Zielvorstellungen vor Ort den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Hermann Dinkla (Zuständigkeitsbereiche Wirtschaft, Mittelstand, Innovationen) und Karl-Heinz Klare (Schule, Bildung, Landwirtschaft) sowie dem Schaumburger MdL Friedel Pörtner und Bückeburgs damaligem Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Harmening. Der politische Rückenwind hat unterdessen weder eine finanzielle Förderung durch das Land Niedersachsen noch durch die EU befördert. Im Gegensatz zu den in Fürstenwalde (Brandenburg) und Bülstringen (Sachsen-Anhalt) geplanten Produktionsstätten fließen - dem gegenwärtigen Stand zufolge - nach Berenbusch keinerlei öffentliche Zuschüsse. Dass die "eta" AG dennoch am Standort Bückeburg festhält, war der Versammlung einen spontanen Sonderapplaus wert. Zumal Gregel die Zahl der in Aussicht stehenden Arbeitsplätze in der ehemaligen Residenzstadt mit "etwa 130" (ursprünglich 80) angab. Die in Bückeburg angesiedelte Verwaltung der drei Anlagen (plus einer im sächsischen Riesa projektierten Fabrik) soll ihren Standort voraussichtlich im Gewerbegebiet "Kreuzbreite" erhalten.

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