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"eta AG" wartet auf Fördermittel der EU in 2007 für Bau der Anlage im Hafen Berenbusch

Bioethanol wird erst nächstes Jahr gebrannt

Bückeburg (rc). Erst im kommenden Jahr kann mit dem Bau der geplanten Bioethanolanlage im Hafen Berenbusch begonnen werden. Grund sind Fördermittel aus einem EU-Strukturfonds, die erst mit Beginn des kommenden Jahres freigegeben werden. Ohne diese Fördermittel will die "eta AG" mit dem Bau aber nicht beginnen, wie der Vorstand auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.

veröffentlicht am 19.08.2006 um 00:00 Uhr

Die Pachtverträge zwischen der "eta AG" und der Stadt zum Bau ei

Dennoch wird derzeit intensiv weitergearbeitet, um die insgesamt drei geplanten Standorte - neben dem in Bückeburg auch noch einen in Fürstenwalde - planerisch voranzutreiben. 84 Millionen Euro sollen an den drei Standorten insgesamt investiert werden, allein 30 Millionen in Bückeburg. Dazu kommt der Verwaltungssitz, der in Bückeburg seinen Standort finden soll. 85 bis 90 neue Arbeitsplätze will die "eta AG" allein in Bückeburg schaffen. Das Genehmigungsverfahren für die Anlage läuft derzeit auf vollen Touren, so der AG-Vorstand. Hinderlich dabei ist aber auch hier, dass das Projekt noch nicht zu weit vorangetrieben werden darf, um die EU-Fördermittel nicht zu gefährden. Aus diesem Grund ist zwar der Pachtvertrag mit der Stadt unterschriftsreif, soll aber erst in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. 11 000 Quadratmeter wird die AG von der Stadt im vorderen Bereich des Hafens pachten. Abgeschlossen sind dagegen nach Auskunft der "eta" die Lieferverträge mit dem Landbund und weiteren Firmen, die die beiden weiteren Standorte mit Getreide versorgen sollen. Die geplante Anlage in Bückeburg soll jährlich rund 180 000 Tonnen Getreide, vornehmlich Roggen, zu rund 33 000 Tonnen Bioethanol verarbeiten, das herkömmlichem Kraftstoff beigemischt wird. Auch Abnahmeverträge sind unter Dach und Fach. Die deutsche Jahresproduktion beträgt derzeit rund 500 000 Tonnen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben rechnen Experten mit einer Verdreifachung der Nachfrage nach Bioethanol als Kraftstoffbeimischung bis Ende 2008. Im April hatte sich Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) nach einem Ortstermin in Berenbusch für eine Sondergenehmigung einsetzen wollen, damit früher mit dem Bau der Anlage begonnen werden konnte - allerdings ohne Erfolg. Wie die "eta AG" ausführte, hätte die Sondergenehmigung beantragt werden können, allerdings wären dann erhebliche Kosten angefallen. Da sich das Verfahren über mehrere Monate hingezogen hätte, sei schlussendlich auf die Sondergenehmigung verzichtet worden. "Was sollen wir mit einer Sondergenehmigung im November, wenn wir am 2. Januar 2007 anfangen können. Den Monat können wir auch noch warten."

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