weather-image
Vom Asphaltmischwerk zu generellen Themen

BI-Mitglieder treten auf WIR-Liste an

STADTHAGEN. Drei Mitglieder der Bürgerinitiative Stadthäger Asphaltmischwerk (BI) treten bei der nächsten Kommunalwahl an – und zwar auf der Liste der Wählerinitiative WIR. Dazu zählen der BI-Vorsitzende Jürgen Burdorf sowie Vorstandsmitglied Heinz Dieter Latus.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 21:36 Uhr
aktualisiert am 15.08.2016 um 14:29 Uhr

Bereits seit über drei Jahren unterstütze WIR die Arbeit der BI, sagt Burdorf. „Daher haben wir das Angebot von WIR gerne angenommen, uns zukünftig auch in anderen Bereichen in der Kommunalpolitik zu engagieren“, ergänzt BI-Mitglied Markus Selbig, der ebenfalls für WIR kandidieren wird.

„Eines ist uns aber wichtig: Es ist nicht die BI, die zur Wahl antritt“, betont Burdorf: „Die BI ist ein überparteilicher Verein. Eine Beteiligung an der Kommunalwahl gehört nicht zu seinen satzungsgemäßen Aufgaben. Antreten werden also drei Stadthäger Bürger, die gleichzeitig auch Vereinsmitglied in der BI sind.“

Die Auseinandersetzung mit dem Asphaltmischwerk habe gezeigt, wie wichtig eine Mitarbeit im Rat sei, führt Burdorf aus. „Dabei wollen wir uns natürlich nicht nur mit dem Thema Asphaltmischwerk befassen.“ Es gebe viele weitere Punkte, die im Interesse der Bevölkerung vorangebracht werden müssten. Als Beispiele nannte Selbig die Steigerung der Attraktivität der Stadt und eine stärkere Bürgerbeteiligung.

„Dabei wird uns sehr an einer guten Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und allen anderen Ratsmitgliedern gelegen sein“, so Selbig. Burdorf fügt an: „Gute, aber auch bezahlbare Ideen, wer immer sie einbringt, werden wir unterstützen. Eine Blockadepolitik wird es mit uns nicht geben.“

Aktuell tue sich allerdings auch etwas in Sachen Asphaltmischwerk, ergänzt Latus. Bereits heute werde ein Großteil der Bevölkerung „durch den vom Asphaltmischwerk ausgehenden Gestank, die Emission gesundheitsgefährdender und auch krebserregender Stäube und Gase und den erheblichen Lkw-Verkehr gesundheitlich gefährdet und belästigt“. Diese Belästigungen würden noch zunehmen, wenn Ahrens seinen Betrieb ausweitet, ist sich Latus sicher. Das Unternehmen wolle das Firmengelände um die angrenzende Waldfläche erweitern und daneben auch „gefährlichen Gleisschotter vom Bahngleis auf das Betriebsgelände umschlagen“. Dazu ergänzt Selbig: „Dies kann Ahrens aber nur, wenn die Stadt allein zugunsten des Unternehmens und zum Nachteil der Bevölkerung einen neuen Bebauungsplan aufstellt. Unser Ziel ist es, dies mit den anderen im Rat vertretenen Fraktionen zu verhindern.“ ssr

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare