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Galerie Quartal eröffnet in der alten Tourist-Information am Markt / Marina Brand und Anka Knechtel engagieren sich

Bilder und Skulpturen lösen Bückeburg-Prospekte ab

Bückeburg (thm). Rechtzeitig zur "Langen Nacht der Kultur " wird in Bückeburg ein neues Kunstprojekt eröffnet: die "Galerie Quartal". Hinter diesem Namen bekommen Werke der beiden Künstlerinnen Marina Brand (46) und Anka Knechtel (53) am Marktplatz eine neue Heimstatt.

veröffentlicht am 27.09.2006 um 00:00 Uhr

Einblicke - Ausblicke: Marina Brand und Anka Knechtel verwandeln

Von der Betätigung her ohnehin schon Schwestern im Geiste, haben sich die beiden nun zusammengetan, um ihr Schaffen näher ans Publikum zu bringen. Da kam ihnen die seit einem Jahr verwaiste ehemalige Touristinformation gerade recht. Anka Knechtel: "Hier in der Stadt gibt es ja etliche leer stehende Geschäfte, dagegen wollte ich etwas tun." Bei der Stadt stieß sie mit der Idee, die leer stehenden Räume im Untergeschoss solange vorübergehend zu mieten, bis sich dafür ein langfristiger Mieter gefunden hat, auf offene Ohren. Herausgekommen ist - wie es neudeutsch heißt - eine klassische "Win-win-Situation", also eine Vereinbarung zum beiderseitigen Nutzen. Die Künstlerinnen sind erst einmal näher am Publikum, die Stadt erzielt - wenn auch geringe - Einnahmen, ohne sich langfristig zu binden. Der Mietvertrag läuft zunächst über drei Monate, also über ein"Quartal" - womit der Name des Projekts bereits erklärt wäre. Eröffnet wird die Galerie Quartal am Sonntag, 1. Oktober. Zu sehen sind dort Malerei, Skulpturen und Lyrik. Geöffnet ist die neue Galerie am Marktplatz 4 montags bis freitags von 15 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr. Die ausgestellten Werke können nicht nur betrachtet, sondern auch erworben werden. Das Besondere dabei: Ein Fünftel des Verkaufserlöses kommt Projekten der Bückeburger Jugendarbeit zugute. Anka Knechtel wurde in Helmstedt geboren, ist in Hannover aufgewachsen und wohnt seit 1987 im Bückeburger Ortsteil Meinsen. Sie hat verschiedene kaufmännische, kirchlich-soziale und pädagogische Berufe ausgeübt. Viele Bückeburger werden sie aus der Kommunalpolitik kennen, wo sie sich als Mitglied der SPD engagiert. Die Malerei hat Anka Knechtels Leben schon früh begleitet und seither in ihrem Alltag immer wieder Raum gefunden. Die Meinserin hat in diversen Kursen, etwa als Gast an der Fachhochschule Hannover, Erfahrungen und Fertigkeiten gesammelt. Sie arbeitet bevorzugt mit Ölfarben und Pigmenten und setzt dabei ganz auf das abstrakte Spiel von Form,Farbe und Struktur. Ein weiteres künstlerisches Spielfeld Anka Knechtels sind Skulpturen; hier bevorzugt sie die Werkstoffe Holz und Metall. Zu guter letzt ist sie auch schriftstellerisch tätig, wobei sie sich ganz der Lyrik verschrieben hat. Seit 1999 widmet sich Anka Knechtel ganz dem künstlerischen Schaffen und hat ihre Werke seitdem in Ausstellungen im Landkreis Schaumburg präsentiert. Marina Brand wurde in Burrweiler an der südlichen Weinstraße im Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Heute wohnt sie in Rodenberg. 1993 begann ihre künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Aquarell- und Acrylmalerei 1993 bei der Mainzer Künstlerin Christiane Schauder und bei Gloria Mai, einer Künstlerin aus Stuttgart, mit dem Schwerpunkt Zeichnen. Zwei Jahre später besuchte sie die Wiesbadener Freie Kunstschule (WFK), wo sie als Hauptfach "Freie Malerei" bei Wolfgang Becker und in den Nebenfächern Komposition, Farbenlehre und Kunstgeschichte studierte. "Meine Bilder spiegeln zum einen Emotionen wieder und sind zum anderen Landschaften, Farblandschaften mit wechselnden Stimmungen, die je nach ihrer Beschaffenheit unterschiedlicher Natur sind", so die Künstlerin. Farbe, Fläche und die Behandlung der Untergründe sind Teil des Bildes und der Bildaussage. Die Künstlerin legt viele Farbschichten übereinander und verwendet bevorzugt Ölfarbe, wobei sie oft Materialen wie Sand, Gips, feine Eisenspäne und reine Farbpigmente mit einarbeitet. Seit 1996 ist Marina Brand als freischaffende Künstlerin tätig. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern von "femart" - einem Netzwerk von Künstlerinnen aus Schaumburg. 2003 eröffnete sie ihr eigenes Atelier im Gewerbepark Casala in Lauenau.

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