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Fake News

„Bild“ war schon immer manipulativ

Zu „Expertin: Die „Bild“ hat sich aus dem Diskurs gekegelt“ vom 12, Juni 2020
Zitat: „Die „Bild“ hat sich aus dem Diskurs gekegelt.“ Na und? Das ist bei dieser Zeitung ja nichts Neues. Bei der Leserschaft dieses Blattes kommt es doch genau darauf an, wie die manipulativen Redaktionsstrategen nur allzu gut wissen.

veröffentlicht am 18.06.2020 um 23:44 Uhr

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Reißerische Schlagzeilen mit Majuskeln, die oft die halbe Seite füllen, sind genau das, was die eher schlicht gestrickten Menschen wollen – nach dem Motto „Bild denkt für mich.“ Gleiches gilt übrigens auch für die unzähligen bunten Blätter, die ihre Kundinnen und Kunden mit hanebüchenen Geschichten über Prinzessinnen und Filmstars in den Himmel ihrer Glückseligkeit katapultieren. Schon vor Jahrzehnten kursierten in den Kreisen der Gegner der Bildzeitung fiktive Spottschlagzeilen, wie „Doppelmord im Fahrradschlauch. Täter flüchtete durch das Ventil“ oder „Polizist biss wehrlosen Hund.“ Gängig war auch der Spruch. „Das Einzige was bei der „Bild“ stimmt, ist das Datum.“ Eigentlich ist es traurig, dass viele Zeitgenossen ihr Wissen über unsere Welt nur über die Boulevardpresse beziehen, denn noch nie waren die Informationsmöglichkeiten größer als heute. Wenn man dann noch die Verschwörungstheorien aus dem Internet einbezieht, ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen in ihren immer weiter verbreiteten schlichten Denkblasen verharren und nach meiner Meinung mehr und mehr verblöden. Sie nehmen nur auf, was ihrer oft absurden Denkart entspricht. Als Beweis dafür mögen u. a. in Fernsehinterviews die Antworten vieler Teilnehmer an den massenhaften Demos gegen jedweden Unsinn gelten, die sich oft auch sehr aggressiv äußern. Einerseits schade, dass diese Leute auch wählen dürfen. Andererseits verteidige ich dieses Grundrecht, weil es zur Demokratie gehört, die ich allerdings in Gefahr sehe, wenn sich das Virus der Dummheit immer mehr verbreitet. Wenn man mir – wie schon geschehen – in Diskussionen zu diesem Thema aufgrund meiner Einstellung Arroganz vorwirft, was selbstverständlich jede/r darf, betrachte ich das mit einem Hauch Überheblichkeit als Ritterschlag. Für mich jedoch ist die in diesem Fall eventuell unterstellte Arroganz eher eine Art der geistigen Notwehr.



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