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Lehrgangsangebot nur zu knapp 83 Prozent angenommen / 281 Teilnehmer bei 17 Veranstaltungen

Bilanz der Ausbildung der Feuerwehr

Hameln-Pyrmont. Motivierte Brandschützer in den 116 Ortsfeuerwehren im Landkreis zu haben, reicht allein nicht aus, sie müssen auch gut ausgebildet sein. Dafür sorgen seit Jahren Kreisausbildungsleiter Kay Leinemann und seine Kollegen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen. Auch in diesem Jahr wurden hier 281 Feuerwehrfrauen und -männer in sechs technischen Lehrgängen und drei Workshops fortgebildet. Allerdings, es hätten mehr sein können. „Wieder sind 58 Plätze und damit rund 17 Prozent der angebotenen Lehrgangsplätze nicht belegt worden. Das ist bedauerlich“, beklagt Ausbildungsleiter Leinemann.

veröffentlicht am 10.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:03 Uhr

Dieser Trend setzt sich damit auch wie in den Vorjahren fort. Kay Leinemann: „Wir haben das Lehrgangsangebot schon absichtlich knapp gehalten. Denn die Anforderungen aus den Städten und Gemeinden sind eigentlich da.“ Man hatte so gehofft, dass noch freie Lehrgangsplätze aufgefüllt werden können. Was sich leider nicht bestätigte und durch eine Lehrgangsauslastung von nur 82,9 Prozent belegt wird. „Woran das liegt, ist schwer zu ergründen. Möglicherweise an schwieriger werdenden Bedingungen im Berufsleben. Vielleicht liegt es aber auch an der Motivation der Lehrgangsteilnehmer“, meint der Kreisausbildungsleiter. Er konnte berichten, dass es vier Lehrgänge „Atemschutzgeräteträger“ mit 56 Teilnehmern gab, vier Sprechfunkerlehrgänge mit 86 Teilnehmern, zwei Maschinistenlehrgänge mit 42 Teilnehmern, einen Lehrgang „Technische Hilfeleistung“ mit 20 Teilnehmern sowie zwei Lehrgänge „Absturzsicherung“ mit 26 Teilnehmern und einen Lehrgang „Fortbildung Absturzsicherung“ mit neun Teilnehmern. Während diese Lehrgänge über ein bis zwei Wochen in den Abendstunden und am Wochenende laufen, gab es auch noch drei Workshops, die zu zumeist eintägig am Wochenende durchgeführt wurden. Den Workshop „Arbeiten mit der Wärmebildkamera“ besuchten 12 Brandschützer, „Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger“ ebenfalls 12 Feuerwehrleute und „Einsätze im Gleisbereich der DB“ 22 Teilnehmer. Mit den gezeigten Leistungen bei den Prüfungen zeigte sich der Kreisausbildungsleiter zufrieden. So erreichten 60 Prozent der Teilnehmer die Note „Gut“ und 28 Prozent die Note „Befriedigend“. Aber es gab auch zwei Lehrgangsbesucher, die die Anforderungen nicht erfüllten. Technische Lehrgänge auf Kreisebene in Kirchohsen dürfen durch die Kreisfeuerwehr ja erst seit 1979 durchgeführt werden. Seither haben 12 390 Brandschützer 669 technische Lehrgänge besucht, mit 202 Feuerwehrfrauen und -männer in diesem Jahr allerdings auch die niedrigste Zahl in all den Jahren.

Die Grundausbildung für neue Feuerwehraktive wurde wie in diesem Jahr auch wieder in den acht Städten und Gemeinde durchgeführt. Die Prüfung wird dann vom Kreisausbildungsleiter und einem Vertreter der Kreisfeuerwehrführung als Verantwortliche abgenommen. Hier gab es in der „Truppmannausbildung, Teil 1“ 134 Teilnehmer. Dazu kommen sieben Teilnehmer, die als Insassen an einem solchen Lehrgang in der Jugendanstalt Hameln teilgenommen haben.

Harald Menzel als Amtsleiter im Dezernat 2 beim Landkreis Hameln-Pyrmont und Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke dankten den Kreisausbildern für ihre zusätzlich geleistete Arbeit, die neben Beruf, Familie und Feuerwehrdienst in der Freizeit angefallen ist. Beide bedauerten, dass wieder so viele Lehrgangsplätze unbesetzt blieben und appellierten an die Ortswehr, hier für Abhilfe zu sorgen. Kreisbrandmeister Wöbbecke sprach auch nochmals die Schließung der niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz an, um darin Flüchtlinge unterzubringen. „Wir haben uns ja sofort darüber beschwert. Das Innenministerium hat auch Fehler, was die Kommunikation betrifft, eingeräumt. Inzwischen hat die Schule ja wieder ihren Betrieb aufgenommen.“ Der Kreisbrandmeister musste dann nicht nur den anwesenden Kreisausbilder Thomas Ebeling (Bad Pyrmont) nach 13 Jahren auf eigenen Wunsch aus diesem Amt verabschieden. Auch Matthias Schaffer (Coppenbrügge), Sebastian Bohne (Aerzen) und Ralf Löschner (Hameln) scheiden aus.

Doch es gibt auch bei den Ausbildern Nachrücker. So wurde Frank Laube (Aerzen) zum neuen Kreisausbilder ernannt und gleichzeitig von Kreisbrandmeister Wöbbecke zum Oberlöschmeister befördert. Die Beförderung von Mike Hühnerbein ebenfalls zum Oberlöschmeister muss zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.tis



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