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"Das war Freundschaftsdienst"

Biergarteneinsatz: Komossa weist Kritik zurück

Messenkamp (nah). Die Hilfe von Mitgliedern der Feuerwehr Messenkamp beim Bau eines Biergartens für einen örtlichen Gastronomen ist nicht ohne Kritik geblieben. Doch Ortsbrandmeister Tobias Komossa kann die ganze Aufregung nicht verstehen: "Das war doch nur ein Freundschaftsdienst", beteuert er. Zugleich relativierte er seine ursprüngliche Darstellung gegenüber der Presse: Seine Kameraden hätten nur beim Verteilen von mehreren Tonnen Schotter geholfen. Nur er selber habe seinen Freund Bernd Strube häufiger unterstützt: "Aber das machen andere seiner Freunde auch."

veröffentlicht am 05.08.2008 um 00:00 Uhr

Wehrt sich gegen Kritik am "Freundschaftsdienst" seiner Feuerweh

Das bestätigt Gastwirt Strube. Wochenlang hatte er Platten verlegt und das in den vergangenen Jahren sehr verwahrloste Gelände hinter seinem Haus neu geordnet. Doch irgendwann wurde es ihm zu viel. So sprangen einige seiner Freunde ein, mit denen er gelegentlich auf Motorrad-Spritztour geht oder gemeinsam an den Maschinen schraubt. Und auch Komossa stand zur Verfügung: "Das habe ich aber als Privatmann gemacht." Als dann jedoch eine ganze Schotterladung zu verteilen war, griff der Ortsbrandmeister auf seine Kameraden zurück: Einen Nachmittag lang wurde geschaufelt - zwar "in Privatkleidung, aber als dienstliche Aktion", wie er ausdrücklich bemerkt. Keinen Augenblick hätten die Kameraden gezögert; denn Strube half der Wehr wiederholt bei früheren Anlässen mit Sachspenden. Besonders dankbar jedoch sind ihm dieFeuerwehrleute außerdem immer noch dafür, dass er vor Monaten sein ganzes Haus für eine Einsatzübung zur Verfügung stand: "Das macht leider nicht jeder", weiß Komossa. So sei es geradezu eine Ehrensache gewesen, Strube unter die Arme zu greifen und angesichts der bereits terminierten Biergarten-Eröffnung kurzfristig den Schotter zu verteilen. Dass es dabei zu Missverständnisse gekommen sei, bedauere er. Kritik hat sich Komossa inzwischen offenbar auch von Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening anhören müssen. Zugleich aber betonte Wilkening auf Anfrage, dass es gerade der erst vor wenigen Monaten gewählte Ortsbrandmeister gewesen sei, der in die Ortsfeuerwehr neuen Schwung gebracht habe: "Die Messenkämper sind wirklich sehr fleißig", erinnerte er an die Herrichtung des ehemaligen Bahnhofsgeländes und den Bau eines Bouleplatzes. Zwar sei "ein Biergarten nicht unbedingt Sache einer Feuerwehr, doch wo soll die Grenze gezogen werden, wenn jemand einmal Hilfe braucht". Messenkamps Bürgermeister Frank Witte sieht die ganze Sache recht unaufgeregt: Für ihn sei das eine "nachbarschaftliche Hilfe, wie sie auf dem Dorf üblich sei". Dafür zeichne sich Messenkamp ohnehin seit jeher aus.

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