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Vor Gericht: Sechsmonatige Bewährungsstrafe

Betrug am Job-Center: 30-Jährige verurteilt

Rinteln (maf). Knapp zwei Jahre nach ihrem Betrug gegenüber dem Job-Center ist eine Rintelner Hausfrau zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die 30-Jährige hatte einen Scheck über 336 Euro eingelöst, der nicht für sie, sondern für ihre Freundin bestimmt war. Die Freundin (19), die laut Anklageschrift an dem Betrug beteiligtgewesen sein soll, wurde freigesprochen.

veröffentlicht am 19.09.2007 um 00:00 Uhr

Vor zwei Jahren lebten die beiden Frauen in demselben Haus auf verschiedenen Etagen. Die 19-Jährige hielt sich häufig in der Wohnung ihrer älteren Freundin auf, wo sie auch ihren Personalausweis liegen ließ. Wie üblich schickte das Job-Center Ende November 2005 den monatlichen Scheck an ihre Adresse. Am 2. Dezember marschierte aber die 30 Jahre alte Hausfrau zur Postbank und löste die für ihre Freundin bestimmte Zahlungsanweisung ein. Dabei legte die Bevollmächtigte ihren Personalausweis und auch den ihrer Freundin vor. Kurz vor Weihnachten tauchte dann die 19-Jährige im Job-Center auf und erklärte, sie habe den Scheck für Dezember überhaupt nicht erhalten. Daraufhin wurde ihr ein Barscheck ausgestellt. Vor Gericht betritten die beiden Frauen den Anklagevorwurf. Die bereits mehrfach wegen Betruges vorbestrafte Rintelnerin will den Scheck nicht eingelöst haben. Ihre Freundin beteuerte, die Zahlungsanweisung gar nicht bekommen zu haben. Sie verwies darauf, dass damals der Briefkasten im Haus aufgebrochen war und die Hausfrau jederzeit Zugang zu ihren Sachen hatte. Während Richter Christian Rost keine Zweifel an der Täterschaft der Rintelnerin hatte, sprach er die 19-Jährige frei: "Bei ihr bleibt offen, ob sie daran beteiligt war."



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