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120 protestieren gegen Einschnitte

Bethel-Mitarbeiter auf der Straße

Bückeburg (tw). "Für 'n Appel und 'n Ei arbeiten wir nicht" und "Wir fordern 3,8 Prozent mehr Lohn" steht auf den Transparenten, mit denen am gestrigen Mittwoch rund 120 Mitarbeiter des Krankenhauses Bethel vor der Einrichtung an der Herminenstraße gegen eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen demonstriert haben.

veröffentlicht am 10.05.2007 um 00:00 Uhr

"Für 'n Appel und 'n Ei arbeiten wir nicht": Dass diese karge Ko

"Die Resonanz auf den ver.di-Aufruf" ist gut", sagt Vertrauensmann Peter Bigalke. Weil ein Streik derzeit nicht möglich ist - es gibt in Niedersachsen bisher keinen kirchlichen Tarifvertrag - hätten die Mitarbeiter im Anschluss an eine Versammlung in der Zeit von 14.15 bis 14.45 eine "aktive Mittagspause" genommen, um ihrem Unmut vor dem Bethel-Eingang auch vor den Augen der Öffentlichkeit Luft zu machen. "Es ist die erste Veranstaltung dieser Art, in der sich die Beschäftigten dieses Krankenhauses öffentlich gegen die Forderungen der Arbeitgeber zur Wehr setzen", berichtet ver.di-Gewerkschaftssekretärin Angela Schultjan, welche den Protestierenden gestern vor Ort den Rücken stärkte. Hintergrund: Die Beschäftigten der Kirchen müssen nach Auffassung der Gewerkschaft denen des öffentlichen Dienstes auch weiterhin gleichgestellt sein. "In Zukunft", so Schultjan, "müssen die kirchlichen Arbeitgeber eine angemessene Vergütung gewährleisten, wenn sie gut qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten wollen." Demgegenüber beabsichtigten die Landeskirchen, sich vom Tarif des öffentlichen Dienstes abzukoppeln und ein eigenes Tarifwerk mit erheblichen Verschlechterungen einzuführen.



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