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Umbau für 750 000 Euro / Anstieg der OP-Zahlen / Medizinisches Versorgungszentrum kommt

Bethel investiert in ambulantes OP-Zentrum

Bückeburg (rc). Das Krankenhaus Bethel wird zum 1. Juni ein ambulantes OP-Zentrum einrichten. Für eine Investitionssumme von rund 750 000 Euro entstand in den vergangenen Wochen ein neuer Operationssaal, der mittlerweile fünfte, samt der für ambulantes Operieren notwendigen Nebenräume. Da Bethel die Gesamtzahl seiner Operationen im vergangenen Jahr um gut 25 Prozent steigern konnte, war auch der Auf- und Ausbau der Zentralsterilisation notwendig. Und ebenfalls in den Startlöchern steht die Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums, das im Sommer eröffnet werden soll.

veröffentlicht am 07.05.2008 um 00:00 Uhr

Bethel-Mitarbeiterin Margitta Kletus in der neuen Zentral-Steril

"Wir stellen uns gut auf für die nächsten Jahre. Was kommt, werden wir sehen", sagten der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Stefan Bartsch, und Verwaltungsdirektor Klaus Kruse auf einer Pressekonferenz angesichts der Diskussion um die Fusion der drei Schaumburger Kliniken oder aber des Neubaus eines gemeinsames Klinikums bei Obernkirchen (wir berichteten) und um die Frage, ob sich die Investitionen noch rechnen. "In der Zeit dazwischen müssen wir etwas tun für unser Haus." Einer dieser Punkte ist der Ausbau des ambulanten OP-Zentrums. Zwar wird bereits seit 2003 auch in Bethel ambulant operiert - nach eingehender Voruntersuchung kommt der Patient morgens zur OP und kann nachmittags bereits wieder nach Hause gehen. Mittlerweile aber hat das ambulante Operieren mit rund 1500 Operationen pro Jahr einen Umfang angenommen, der neue Organisationsstrukturen erforderlich macht. Diese Strukturen sehen vor, das ambulante Operieren zu optimieren und zu zentralisieren. Wenn der Patient zum Operieren kommt, findet er ab 1. Juni alles an einer Stelle: vom Empfangüber die Vorbereitung wie Umziehen oder Narkose sowie Aufwachzimmer und Aufenthaltsräume für die Angehörigen für die Betreuung nach der OP. Wie Bartsch und Kruse betonten, sei das ambulante Operieren vor allem eine Dienstleistung für die Bückeburger. "Verdienen können wir mit dem Angebot nicht." Geld verdienen lässt sich allerdings damit, dass dem stationären Bereich des Krankenhauses künftig vier Operationssäle zur Verfügung stehen. In den vergangenen Monaten war Bethel dort an Kapazitätsgrenzen gestoßen. Denn seit Stefan Bartsch im Oktober 2006 als neuer Chefarzt der Unfallchirurgie- und Orthopädie nach Bückeburg kam, kann das Krankenhaus ein erweitertes Operationsspektrum anbieten. So wurde im vergangenen Jahr 6000 Mal in Bückeburg operiert, 1000 Mal mehr als noch 2006. Dieses Jahr wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Um die wachsende Zahl der Operationen bewältigen zu können, war auch der Ausbau der Zentralsterilisation notwendig. Hier werden alle bei den Operationen eingesetzten Geräte sterilisiert und im sogenannten Reinbereich für die jeweiligen Operationen neu gepackt. "Eine hochmoderne Anlage nach allerneuesten Standards", schwärmten Bartschund Kruse. Durch beide Investitionen musste das Personal um fünf Stellen aufgestockt werden. Derzeit arbeiteten 385 Köpfe in dem 166-Betten-Krankenhaus. Noch in der Einrichtungsphase befindet sich das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), in dem künftig Ärzte fachübergreifend unterschiedliche medizinische Fachgebiete für ihre Patienten anbieten und die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus suchen. Träger des MVZ ist in Bückeburg das Krankenhaus, Ärzte und Personal sind beim MVZ angestellt. Zwei Bückeburger Ärzte, ein Allgemeinmediziner und ein Internist, haben sich bereits für das MVZ entschieden, weitere sollen folgen. Bevor das MVZ an den Start geht, sind im ehemaligen Laborbereich des Krankenhauses noch einige Umbauarbeiten nötig. So musste nach den Vorschriften des Gesetzgebers ein eigener Zugang samt Treppenhaus geschaffen werden. Und auch eigene Parkplätze muss das MVZ vorweisen. 25 Stellplätze sollen auf einer im Besitz des Krankenhauses befindlichen Fläche im Bereich des Bethelwegs entstehen. Derzeit befindet sich die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans im Auslegungsverfahren, nachdem der Verwaltungsausschuss Ende April der Planänderung zugestimmt hatte. Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens waren seitens der Anwohner Bedenken gegen den zusätzlichen Verkehr im Bereich des Bethelweges erhoben worden. Der Bau- und Umweltausschuss hatte sich bei seinen Beratungen auf ein vorgelegtes Schallgutachten verlassen. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die einzuhaltenden Werte leicht unterschritten würden. Der Ausschuss gab dem Krankenhaus aber vor, mehr Bäume als geplant im Bereich des Parkplatzes zu pflanzen. Eine Spitze gegen das Krankenhaus, das Mitte der 1990er Jahre in dem Bereich einen stattlichen Walnussbaum fällen ließ, um dort ein Parkhaus zu errichten. Das Parkhaus gibt es bis heute nicht ...



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