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Ausflug nach Rodenberg zum Schloss, das ein Heimatmuseum beherbergt / Trachten und Ausgrabungen bestaunt

Beteiligung am Unterricht der Landfrauen gelobt

Springe. Die Wandergruppe des Landfrauenvereins Springe mit Mitgliedern aus Brullsen, Flegessen und Hachmühlen hatte sich Rodenberg bei Bad Nenndorf als Ziel gesetzt. Unter hohen Bäumen im Schlosspark auf den Wall- und Grabenanlagen war es bei hoher Temperatur angenehm schattig.

veröffentlicht am 20.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

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Die Wasserburg ist wahrscheinlich von Graf Adolf IV. von Schaumburg zwischen 1228 und 1240 angelegt worden als Insel-Anlage. Das Ständehaus ist als einziges Gebäude des Rodenberger Schlosses erhalten und beherbergt seit 1981 ein Heimatmuseum, in dem vor allem Schaumburger Trachten gezeigt werden. Mit den umliegenden Ausgrabungen bildet es das „Freilichtmuseum Schloss Rodenberg“. Dies umfasst den gesamten Schlossbereich mit Ständehaus, Wall und Graben sowie zwei Artillerietürmen (sechseckige Bastei und Rondell) aus der Zeit um 1500 mit daran angebauten Stauwehren. Die von 2000 bis 2004 ergrabene und teilrestaurierte Anlage ist in Deutschland einmalig.

Ein Blick auf die Rodenberger Aue, die das Tal zwischen Deister, Süntel und Bückebergen über 12 Nebenbäche entwässert. Wegen regelmäßiger Überschwemmungen hat man eine große Hochwasserschutzmauer errichtet, auf der die Landfrauen entlanggingen. Durch „Klein Venedig“ kamen sie in die Altstadt, die bei einem Stadtbrand 1859 viele historische Bauwerke verloren hat.

Mittelpunkt der Stadt ist heute das Rathaus mit seinem Glockenspiel, das je nach Jahreszeit verschiedene Melodien erklingen lässt.

Ein Blick auf einen Hügel im Westen der Stadt gibt den Rodenberg frei. Der Name ist ein Hinweis auf die Farbe des Berges – „roter Berg“. Eine Windmühle wurde auf dem Alten Rodenberg 1861 erbaut, sie ist auch heute noch ein Wahrzeichen der Stadt.

Nach Genuss eines vorzüglichen Kuchens im angrenzenden Gasthof erkundeten die Landfrauen den Bürgerpark. Die 1907 auf Initiative von Heinrich Fricke kultivierte Fläche ist mit ihren insgesamt 2,2 Hektar ein lohnendes Ausflugsziel.

Am südlichen Waldrand genießt man den „Dreiländerblick“ – von hier aus sieht man die (ehemaligen) Länder Hannover, Hessen-Kassel und Schaumburg-Lippe. 1999 wurde im Bürgerpark ein Waldklassenzimmer eingerichtet, das nicht nur einer ganzen Schulklasse genügend Platz für naturnahen Unterricht bietet, sondern auch den Landfrauen, denen der Natur- und Kulturunterricht Spaß machte und deren Beteiligung am Unterricht sehr gut ausfiel, wie Angelin Kleuker beurteilte.

Die Springer Landfrauen beteiligen sich gut am Unterricht unter freiem Himmel.



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