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Kulturverein Bückeburg bilanziert die abgelaufene Spielzeit / Engere Zusammenarbeit mit dem Kulturring Rinteln

"Besucherzahlen gehalten - Programmvielfalt ausgebaut"

Bückeburg (mig). "Besucherzahlen gehalten - Programmvielfalt ausgebaut": Mit diesem Fazit hat Geschäftsführerin Johanna Harmening das abgelaufene Geschäftsjahr des Kulturvereins zusammengefasst. Zu den 18 Veranstaltungen kamen rund 4400 Gäste - im Ergebnis schreibt der Verein wie in den vergangenen Jahren schwarze Zahlen. Um seine Position weiter zu verbessern, will der Kulturverein in Zukunft verstärkt mit dem Kulturring Rinteln zusammenarbeiten. Der Vorsitzende Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe kommentierte die Initiative mit den Worten: "Da wächst zusammen, was zusammengehört."

veröffentlicht am 07.09.2007 um 00:00 Uhr

Dem Vorstand gehören Johanna Harmening (v.l.), Fürst Alexander,

Auswirken wird sich die Zusammenarbeit zunächst vor allem auf den Service. So haben Interessierte in der kommenden Spielzeit die Möglichkeit, Karten und einen Platz im Sammeltaxi für Veranstaltungen in Rinteln zu bestellen. Zudem sind im neuen Programmheft unter dem Rubrum "Empfehlungen" einige Termine des Kulturrings aufgeführt. Mit der geplanten Zusammenarbeit sollen Synergieeffekte genutzt werden. "Wir sind ein viel zu kleiner Landkreis, um uns gegenseitig die Zuschauer wegzunehmen", kündigte die Geschäftsführerin den "Schulterschluss" der beiden Kulturvereine an. Auch Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe sieht diese "Entkrampfung" positiv: "Ich habe noch die Zeit erlebt, als es zwischen den beiden Vereinen eine Konkurrenzsituation gegeben hat." Dem Ausblick folgte ein Rückblick: Weil der Verein am kommenden Mittwoch, 12. September, 60 Jahre alt wird, ist für diesen Tag eine Jubiläumsveranstaltung in der Sparkasse geplant. Ute Mai informierte die Mitglieder über die um 17.30 Uhr beginnende 14-tägige Ausstellung mit den Worten: "Der Verein wurde in schlimmer Nachkriegszeit gegründet. Es ist interessant zu sehen, was auch in armer Zeit alles stattgefunden hat." Gezeigt werden Zeitdokumente wie Programme, Preislisten oder Verlautbarungen; an dem Tag musiziert - "aufgrund der langen Verbundenheit" - eine Abordnung der Göttinger Symphoniker. In ihrem Geschäftsbericht zählte Geschäftsführerin Harmening viele ausverkaufte und "unvergessliche" Veranstaltungen auf. Zum absoluten "Verkaufsschlager" ist dabei das Neujahrskonzert der Göttinger Symphoniker geworden, immerhin 600 Zuhörer brachten den ausverkauften Saal "zum Kochen". "Diesen gesellschaftlichen Höhepunkt konnten wir mit einem Plus von 700 Euro verbuchen", sagte Harmening stolz. Teilweise ausverkauft waren aber auch die anderen Veranstaltungen des Vereins: von den von Frank Suchland betreuten "Poetischen Momenten" über die Lesung von Tatjana Gräfin Dönhoff bis zum "Peer Gynt" des Nachwuchsregisseurs Dirk Schmeding. Aufgrund des stabilen Besucherinteresses konnte Schatzmeister Hagen Bokeloh in seinem Kassenbericht nur Positives vermelden. "Wir schreiben schwarze Zahlen", sagte er im Gespräch, "die Schulden sind niedriger als das Vermögen". Zwar habe man im Vorjahr einen "Verlust" von etwa 23 000 Euro verbucht (Vorjahr 29 000), der sei aber durch Zuschüsse (Stadt Bückeburg, Schaumburger Landschaft) und Mitgliedsbeiträge aufgefangen worden. Der Gewinn der vergangenen Spielzeit beläuft sich damit auf rund 4600 Euro.



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