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Erika Mann bei MHM GmbH: EU-Gesetze sind problematisch für Ottenser Unternehmen

Besuch aus Brüssel bei innovativer Firma

Ottensen (mw). Die Ottenser MHM Electronic GmbH ist unlängst von der Europaabgeordneten Erika Mann und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier - beide SPD - besucht worden. Mit dabei ist auch Hans-Ulrich Born vom Amt für Wirtschaftsförderung/Regionalmanagement des Landkreises Schaumburg, gewesen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:07 Uhr

Geschäftsführer Michael Meyer (M.) und Prokurist Thomas Lambrett

Mehrere Gründe haben zu dem Informationsbesuch geführt, hat Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier zum Auftakt festgestellt: Zum einen sei die MHM Electronic GmbH ein typisches, familiengeführtes Unternehmen, das zudem 1999 den Innovationspreis des Landkreises Schaumburg gewonnen habe. Zum anderen gehöreeiner der beiden MHM-Geschäftsführer, Matthias Meyer, zugleich auch dem Aufsichtsrates der Weserbergland AG an. Michael Meyer, der beim Termin anwesende zweite Geschäftsführer, informierte anschließend über das 1975 gegründete Unternehmen. Demnach ist die MHM Electronic GmbH nicht nur Hersteller, Importeur und Distributor von unter anderem Produkten aus dem Bereich der Videoüberwachung, sondern ist etwa auch als Systemhaus tätig. Derzeit sind dort 26 Mitarbeiter beschäftigt, deren durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 16,3 Jahre beträgt. Thomas Lambrette, der Prokurist und Technische Leiter des Unternehmens, nutzte die Gelegenheit, um die Europaabgeordnete Erika Mannüber Probleme aufgrund neuer EU-Gesetze zu berichten. Es gebe geradezu eine Flut derartiger Gesetze, die zudem einen hohen Prüf- und Verwaltungsaufwand nach sich ziehen, klagte er. Damit verbunden seien unter anderem auch hohe Kosten für das Unternehmen. Insbesondere kleine Firmen wie die MHM Electronic GmbH werden dadurch laut Lambrette über Gebühr belastet. So verwies er etwa auf eine die "Störaussendung und Störfestigkeit von Geräten" betreffende EMV-Richtlinie sowie eine die "Rückholung von Elektroschrott und dessen Verwertung" regelnde WEE-Richtlinie. Mann zeigte Verständnis für die vorgebrachten Klagen. Derartige Probleme würden jedoch nicht weniger, sondern eher mehr werden, prognostizierte sie. Als Lösungsansatz riet sie unter anderem, die zuständigen Fachverbände sowie den Landkreis zwecks Beratung in Anspruch zu nehmen. Hinsichtlich der Beantragung von Patenten könne man zudem EU-Zuschüsse in Anspruch nehmen. Wegen dieser und anderen geäußerten Schwierigkeiten durch die EU-Gesetzgebung versprach sie, diesen Problemen in Brüssel nachzugehen. Schöttelndreier sicherte unterdessen zu, der MHM Electronic GmbH einen Berater der "Innovationsgesellschaft an der Universität Hannover mbH" zu schicken. Mit Letzterer habe der Landkreis eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, erläuterte Born.

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