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Wer illegales Feuerwerk verwendet, haftet für entstandene Schäden

Besser die Finger weg

Jedes Jahr wieder gibt es zum Jahreswechsel nicht nur vergnügte Partys und fröhliches Feuerwerk, auch Unfälle häufen sich an diesem Tag. „Der Silvesterabend endet häufig für Tausende Menschen in Deutschland mit Verbrennungen, Augenverletzungen oder Hörschäden“, weiß die Johanniter-Unfallhilfe aus Erfahrung. Deshalb gibt sie einige Tipps, wie man solche Verletzungen vermeiden kann:

veröffentlicht am 31.12.2013 um 00:00 Uhr

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Verletzungen an den Augen: Ein Sicherheitsabstand muss unbedingt eingehalten werden, Verletzungen an den Augen entstehen vor allem durch einen zu geringen Abstand zum Feuerwerk. Wenn Fremdkörper ins Auge geraten, sollte man nicht laienhaft versuchen, ihn zu entfernen, sondern die Person in die Notaufnahme des Krankenhauses bringen oder unter 112 den Rettungsdienst anrufen. Als erste Maßnahme vor Ort sollte das betroffene Auge mit einer keimfreien Wundauflage verbunden werden, empfehlen die Johanniter. Zur Ruhigstellung und Schmerzlinderung des verletzten Auges müssen beide Augen verbunden werden.

Hörschäden: Auch die Ohren sind bei der Silvesterknallerei gefährdet. Dabei sind gerade Kinder häufig betroffen. Die Silvesterböller erreichen eine Lautstärke von 130 bis 175 Dezibel, das sei lauter als ein Presslufthammer, warnen die Johanniter. Der hohe Schalldruck kann ein Knalltrauma auslösen und zu einer Schädigung des Innenohrs führen, was zu Schwerhörigkeit in den ersten Stunden oder Tagen führen kann, manchmal wird das Gehör dadurch dauerhaft geschädigt.

Verbrennungen: Falscher Umgang mit Silvesterknallern führt häufig zu Verbrennungen und anderen Verletzungen im Handbereich. Das geschieht unter anderem, wenn Feuerwerkskörper mit schon brennender Lunte zu lange festgehalten werden und in der Hand explodieren.

Vorsicht beim Fondue: Verletzungen durch heißes Fett, wie sie beispielsweise durch Verpuffungen beim Fondue entstehen können, sind nicht nur schmerzhaft, sie heilen auch schlecht. Deshalb sollte das Silvester-Fondue vorsichtig zubereitet werden. Heißes Fett ist heißer als kochendes Wasser, weil Fett die Hitze speichert. Fettspritzer durch das Frittierte können deshalb nur schwer von der Haut entfernt werden und schnell zu Brandwunden führen.

Übrigens: Niemals mit Wasser löschen, wenn die Flamme tropft oder es zu einer Verpuffung kommt.

Brandwunden grundsätzlich mit lauwarmem, frischem Leitungswasser (Finger unter den Wasserhahn, Kopf oder Rumpf unter der Dusche) gekühlt werden, dabei eine Unterkühlung vermeiden. Diese Kühlung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortsetzen!

Hinweise des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes:

Feuerwerkskörper sollten unbedingt das BAM-Zulassungszeichen haben. Nach dem Zünden ist vom Feuerwerk ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten. Raketen sollten mit dem Führungsstab in Flaschen gestellt und gegen Umfallen gesichert werden. Feuerwerkskörper niemals von Balkonen und aus Wohnhausfenstern zünden oder herunterwerfen. Nicht auf Menschen oder Tiere zielen. „Blindgänger“ nicht erneut zünden. Brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen. Fenster und Türen geschlossen halten. Abstand einhalten zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern.

Es wird außerdem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in Niedersachsen die Verwendung von Himmelslaternen aus Brandschutzgründen generell verboten ist, auch wenn diese über Internet und Supermärkte verkauft werden. Wer Himmelslaternen oder auch Feuerwerk ohne amtliches Zulassungszeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung verwendet, haftet für entstandene Schäden.



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