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Rundes Jubiläum: Lauenauer Taubenzüchter feiern 50-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung

Besorgtüber Zukunft - Nachwuchs fehlt

Lauenau (nah). Die schnellsten Tauben sitzen im Schlag von Rosemarie und Paul Herberg. 51 Preise haben sie ihren beiden Züchtern in der letzten Saison erflogen. Damit sind die Eheleute Meister der Reisevereinigung Deister/Süntel. Doch nicht nur das sorgte für Freude bei den Mitgliedern des Lauenauer Brieftaubenzuchtvereins "Süntelbote". Ihre Gemeinschaft ist genau 50 Jahre alt geworden und feiert Jubiläum.

veröffentlicht am 02.01.2008 um 00:00 Uhr

Vor jetzt 50 Jahren haben Paul Herberg, Paul Klingenberg und Lud

Ein wenig abgekämpft sah Vorsitzender Paul Klingenberg schon aus. Bis gegen Mitternacht hatte er am Vortag mit einigen Helfern die Ausstellung in einem Messenkämper Gasthaussaal vorbereitet. Gut 150 erfolgreiche Federtiere trippelten nun aufgeregt in ihren kleinen Käfigen. Sie waren von Juroren nach Schönheitbewertet worden. Welche Kilometerleistung sie und andere Artgenossen in den letzten Monaten erbracht hatten, wiesen andere Listen aus. Klingenberg blickte zufrieden in die große Besucherrunde. Etliche Gleichgesinnte aus Nachbarvereinen waren gekommen. Nur der Vorsitzende des Regionalverbands Egge/Weser, Franz Wallbaum, ließ auf sich warten. Dabei sollte er den Jubiläumsteller des Züchter-Bundesverbands überreichen. Stellvertretend erledigte das für ihn der Leiter der Reisevereinigung Deister/Süntel, Herbert Wanderer. Zuvor aber ging Klingenberg kurz auf das Werden seiner Gemeinschaft ein: Ein Kreis junger Leute habe am 3. November 1957 den Verein gegründet. "Heute fehlt uns der Nachwuchs", zeigte er sich über die Zukunft besorgt. "Vielleicht dreht sich der Wind mal wieder", tröstete Bürgermeister Heinz Laufmöller in einem Grußwort. Ansonsten bezeichnete er Züchtervereine wie diesen als "Lieblinge der Kommunalpolitiker": "Sie verlangen keine Sporthallen oder Schwimmbäder." Als Gründer wurden neben Klingenberg noch Ludwig Hiller und Paul Herberg ausgezeichnet. Die vielen Erfolge der neuen Meister der Reisevereinigung ließen sich kaum auf einem Ehrenteller unterbringen: Das Ehepaar Herberg stellte auch die Meistertiere in der Wertung der Weibchen, der jährigen Vögel und der "Besten Weibchen". Der Pohler Heinrich Freise stand als Vizemeister mit gleichzeitiger Platzierung seiner Tiere bie der Männchen-Meisterschaft, der "Besten Jungtaube" und der "Besten Männchen" nicht nach. Dritter ist der Feggendorfr Friedrich-Wilhelm Korf geworden, der ebenfalls noch mehrere Meistertitel für sich verbuchen konnte. Übrigens ging auch die Vereinsmeisterschaft an die Eheleute Herberg. In der Schönheitskonkurrenz der Ausstellungstiere verbuchte die Hamelspringer Schlaggemeinschaft Michael und Karl-Heinz Stumme die beste Gesamtleistung für sich. Zu weiteren Siegern wurden Tiere der Züchter Freise, Herbert Wanderer, Horst Pegelow sowie Brigitte und Ewald Zucker ernannt.

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