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Nur noch zehn Prozent Brandeinsätze / Keine Beförderungen, nur Ehrungen

Besonders viele Einsätze hat die Luhdener Wehr auf der Autobahn

Atemschutzgerätewart Thomas Hahne (Mitte) erhielt das Ehrenzeichen aus den Händen des stellvertretenden Abschnittleiters Dirk Hahne (r.). Links ist Samtgemeinde-Brandmeister Hartmut Krause zu sehen. Fotos: sig Luhden (sig). Man dürfe sich über den Unmut nicht wundern, den die Entscheidung ausgelöst hat, die Feuerwehr der Polizei zu unterstellen, erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann bei der Jahreshauptversammlung der Luhdener Ortswehr.

veröffentlicht am 18.01.2007 um 00:00 Uhr

Jürgen Diekmann

Durch die geplante Einbindung eines Branddirektors sei die Stimmung zwar etwas beruhigt worden, aber so ganz glücklich mit der Situation seien die Feuerwehren nach wie vor nicht, meinte Schönemann. Anschließend nutzte Andreas Kunde (38) die Chance, sich als neuer Leiter des Ordnungsamtes und der Bauabteilung der Samtgemeinde vorzustellen. Er kennt sich aus in diesem Metier. Schließlich war er in ähnlicher Funktion vorher bei der Gemeinde Auetal tätig. Kunde sagte zu, sich um eine effektive Zusammenarbeit zu bemühen, und unterstrich die besondere Aufgabenstellung der Luhdener Wehr, die viele Einsätze auf der Autobahn zu leisten hat. Peter Zabold sprach zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Bürgermeister der Gemeinde zu den Männer und Frauen seiner Ortswehr. Er bedankte sich für den Dienst an der Gemeinschaft und unterstrich, dass es sich bei den Einsätzen der Feuerwehren inzwischen nur noch in zehn Prozent aller Fälle um Brände handelt. Im Straßenverkehr seien die Blauröcke auf ganz anderen Feldern gefordert. Der Jahresbericht des Ortsbrandmeisters Jürgen Diekmann unterstrich diese Entwicklung. Es gab erfreulicherweise keinen Großbrand und auch nur einen mittleren Brand, der sich bei einem Lastkraftwagen auf der A2 ereignete. Dazu kamen nur drei kleinere Brände und ein Feuer, das schon im Entstehen gelöscht werden konnte. In 19 Fällen musste technische Hilfe geleistet werden, in erster Linie bei Verkehrsunfällen. Ohne Einsätze und Dienstabende kamen zusätzlich noch 651 Stunden zustande. Dazu gehören unter anderem das Überholen der Hydranten vor der Frostperiode in Luhden, Schermbeck und Heeßen, Übungen auf der Atemschutzstrecke in Stadthagen, Brandwachen im Eilser Kursaal, das Stellen von Wettkampfrichtern undverschiedene Veranstaltungen, wie das Erntedankfest in Luhden. Gruppenführer Marcus Struckmeier wies in seinem detaillierten Rückblick unter anderem darauf hin, dass man allein für das Streichen der Hallentore des Gerätehauses mit allen Vor- und Nacharbeiten 85,5 Stunden benötigt habe. Beförderungen gab es diesmal nicht bei der Luhdener Ortswehr, dafür aber eine Reihe von Ehrungen. So erhielt der Atemschutzgerätewart der Samtgemeinde, Thomas Hahne, aus den Händen des stellvertretenden Abschnittleiters Dirk Hahne das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige aktive Mitgliedschaft. Eine besondere Ehrung war für Heinrich Vogt geplant, der seit 70 Jahren Mitglied ist. Er konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen. Für 25 Jahre wurden ausgezeichnet: Wilhelm Kuhlmann, Günther Meier, Gerhard Möhlmann, Uwe Mordhorst, Uwe Thies und Rudolf Walter, für 40 Jahre Karl-Heinz Ahldag und für 50 Jahre Walter Seipolt sowie Heinz Wittkowski.

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Geehrt für langjährige Mitgliedschaft (v.l.): Heinz Wittkowski,
  • Geehrt für langjährige Mitgliedschaft (v.l.): Heinz Wittkowski, Karl-Heinz Ahldag und Walter Seipolt.


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