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Kurzarbeit im Mutterwerk in Fulda / Experten prophezeien: Nur Top-Performer meistern die Krise

Besmer trotzt der Krise der Autozulieferer

Hessisch Oldendorf (doro). Vom „D-Day der Autoindustrie“ sprechen Experten in ihrer Studie. Insgesamt 22 Insolvenzen gab es demnach bis Februar 2009, davon betroffen sind 32 000 Mitarbeiter. 100 000 Arbeitsplätze sind bei insolventen Zulieferern in Gefahr, und weitere 50 bis 80 Zulieferer könnten in diesem Jahr noch zusammenbrechen. Diese düstere Prognose gab die international tätige Managementberatung Oliver Wyman im Februar dieses Jahres in ihrer Analyse zur „Krise in der Automobilindustrie“ ab. Nur die Top-Performer werden die Krise bestehen – rund 25 Prozent der Zulieferer werden 2009 rote Zahlen schreiben, heißt es in der Untersuchung.

veröffentlicht am 14.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Dass der in der Vergangenheit oftmals gebeutelte Hessisch Oldendorfer Teppichproduzent und heutige Autozulieferer dura-besmer sich diesmal keine Sorgen zu machen brauche, liegt nach Aussage von Dr. Christian Schäfer daran, dass im März Kapazitäten vom Mutterwerk in Fulda nach Hessisch Oldendorf verlagert worden sind; insbesondere die Beschichtung der Teppiche für Modelle von Mercedes und BMW werde heute in Hessisch Oldendorf statt in Fulda vorgenommen.

Rückgänge zwischen 10 und 70 Prozent

Wie vorausgesagt, habe man die Talsohle des letzten Sommers durchschritten und das Werk sei entsprechend ausgelastet, so Schäfer. Der Umsatzzuwachs liege bei über 10 Prozent. Darüber hinaus greifen die neu eingeführte Teppich-Kollektion für den Bereich „Haus und Objekt“.

Anders sieht es dagegen im Fuldaer Werk aus: Dort verzeichnet die Dura/Wirth-Gruppe (330 Mitarbeiter in Fulda) je nach Fahrzeugmodell Rückgänge zwischen 10 und 70 Prozent und hat 16 Kündigungen ausgesprochen; wechselnde Abteilungen sind in Kurzarbeit, erklärt Geschäftsführer Dr. Christian Schäfer.

Die positive Auslastung von dura-besmer in Hessisch Oldendorf bestätigt die Betriebsratsvorsitzende Anita Loeper auf Anfrage. An der Beschichtungsanlage werden drei Schichten gefahren, an der Tufting-Anlage zwei und in der Färberei eine. Ein großer Standortvorteil sei die Verlagerung des zu beschichtenden Materials von Fulda nach Hessisch Oldendorf, bestätigt Loeper.

Die Dauerhaftigkeit der stabilen Auslastung im Oldendorfer Werk schätzt sie angesichts der Weltwirtschaftslage jedoch kritisch ein.

 

Das Werk des Teppichherstellers dura in Hessisch Oldendorf ist derzeit noch gut ausgelastet.

Foto: archiv



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