weather-image
12°
Saal kommt ins Erdgeschoss, gesamte Verwaltung unter einem Dach / Baubeginn Anfang bis Mitte 2008

Beschlossen: Das Rathaus bekommt einen Anbau

Obernkirchen (clb). Jetzt steht es fest: Das Rathaus soll mit einem zweigeschossigen Anbau an der Rückseite versehen werden. In seiner Sitzung am Montagabend hat der Obernkirchener Stadtrat - mit zwei Enthaltungen - die Umbauvariante 8a beschlossen, eine von Architektin Tatjana Hallmann entwickelte Kombination aus den zuvor vorgestellten Varianten 7 und 8.

veröffentlicht am 21.11.2007 um 00:00 Uhr

Die Hinteransicht des Rathauses: Hier soll 2008 ein zweistöckige

Erd- und erstes Obergeschoss sollen durch einen zweistöckigen Anbau in Richtung Parkplatz erweitert werden, ähnlich wie bei der benachbarten Sparkasse. So entstehen dann neue Nutzflächen von rund 223,50 Quadratmetern. Der Rathaussaal wird in das Erdgeschoss verlegt, wo Lichtbedingungen und Raumhöhe zugleich besser sind. Der Haupteingang bleibt bestehen, soll jedoch behindertengerecht mit einer Rampe versehen werden. Einen deutlichen Vorteil sehen die Ratsmitglieder auch darin, dass künftig alle Verwaltungsmitarbeiter der drei Fachbereiche gemeinsam unter einem Dach arbeiten werden, denn auch Bauamt und Stadtkasse sollen in dem neuen Rathaus untergebracht werden. Nach ersten Schätzungen ist mit einem Kostenaufwand von rund 700 000 Euro zu rechnen - etwa 300 000 für den zweigeschossigen Anbau sowie 400 000 für den Umbau, die Brandschutz- und die Sanierungsmaßnahmen im Gebäude selbst. Unklar ist jedoch noch, was mit den Gebäuden Lange Straße 1 und Marktplatz 9, in denen sich momentan noch Buchhaltung und Stadtkasse bzw. Bauamt und Bücherei befinden, geschieht. Die Bücherei soll in jedem Fall, auch nach dem Auszug des Bauamtes, auf dem Marktplatz 9 bleiben. Für die dann leer stehenden Räume ist zunächst eine Vermietung vorgesehen. Problematischer sieht es an der Langen Straße 1 aus: Nach dem Auszug von Stadtkasse und Buchhaltung wird das Fachwerkgebäude wohl zunächst leerstehen und soll später verkauft werden. Darin, dass ein Umbau des Rathauses dringend notwendig ist, waren sich die Ratsmitglieder alle einig. Wilhelm Mevert (SPD) ging noch einmal auf die Historie des Gebäudes ein: 1950 sei das Rathaus in seine jetzige Form umgebaut worden. Einmal habe man das Haus aufgestockt, ansonsten sei immer alles auf die lange Bank geschoben worden, auch der Brandschutz. Seiner Meinung nach müsse man endlich mit der Modernisierung beginnen - und zwar "ganz oder gar nicht".Er selbst befürworte auch die Variante 8a, die seiner Meinung nach insgesamt wirtschaftlicher sei. Auch die CDU/WGO-Gruppe sprach sich einheitlich für diese Lösung aus. Martin Schulze-Elvert betonte dazu die Spareffekte ("Wir verlieren keine Räume, sondern nur nicht nutzbare Flächen und können somit die Heizkosten verringern") sowie den Mitarbeitervorteil ("Der Bürger hat alle Ansprechpartner in einem Haus"). Zudem werde es langsam Zeit,so Schulze-Elvert, die Brandschutzmaßnahmen endlich umzusetzen, da die Auflagen seit 1995 nicht mehr erfüllt worden seien. Auch die Leitungen und Sanitäranlagen müssten saniert werden. Nur eingeschränkt einverstanden mit der Variante 8a zeigten sich die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und WIR. "Wir favorisieren die Variante 7, den einfachen Anbau inklusive Restbauflächen in der Langen Straße 1, halten aber einen Verkauf des Hauses Lange Straße 1 mit anschließender Miete durch die Stadt selbst für unrentabel", erklärte Ratsfrau Irmhild Knoche und machte deutlich, dass sie sich die Variante 8a nur bei einer städtischen Nutzung des Hauses Lange Straße 1 und dem Verkauf des Gebäudes Marktplatz 9 vorstellen könne. Ihr Antrag, ein "tragfähiges Nachnutzungskonzept" der beiden Gebäude sowie eine Hochrechnung aller Folgekosten zu erstellen, wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt. Nachdem die Entscheidung jetzt gefallen ist, sollen zunächst die genauen Kosten ermittelt und dann dem Rat vorgestellt werden. Was den Baubeginn betrifft, ist Bürgermeister Oliver Schäfer zuversichtlich, noch im ersten Halbjahr 2008 starten zu können. Die kompletten An- und Umbaumaßnahmen werden seiner Schätzung nach etwa ein dreiviertel oder ein ganzes Jahr dauern. Für die Zeit des Umbaus wird die gesamte Verwaltung dann in das Bornemanngebäude ausweichen.

0000468486-11.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt