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Stadtschule Rodenberg zieht positive Bilanz der Begabungsanalyse

Berufswahl: Wo liegt mein Talent?

Rodenberg (bab). Stadtschulleiter Horst Asche und der Fachbereichsleiter Arbeit, Wirtschaft und Technik, Helmut Bredemeier, haben erste gute Erfahrungen mit der Analyse der Begabungen ihrer Schüler gemacht. Auch andere Schulen, das Job-Center und die IHK fragen inzwischen die Methode an.

veröffentlicht am 07.10.2006 um 00:00 Uhr

Der Rodenberger Wilfried Mühlenhoff, ehemaliger Prüfungsausschussvorsitzender bei der IHK und außerschulischer Berater, arbeitet seit drei Jahren mit den Lehrern der Stadtschule zusammen, um die berufliche Zukunft der Schüler ihren Talenten entsprechend zu fördern. Mühlenhoff hat dazu eine Methode konzipiert, mit der die Fähigkeiten der Jugendlichen ermittelt werden können. Diese vermittelt er den Lehrern, die dadurch wiederum künftig die Begabungen der Schüler selbst herausfinden können. "Wir haben von den Betrieben eine positive Rückmeldung von 90 Prozent, dass die Schüler für die Berufe geeignet wären", berichtet Asche. Die Schüler hätten in den Praktika eine Bestätigung der Ergebnisse aus der Begabungsanalyse bekommen, meint Bredemeier. Nur bei zehn Prozent der Schüler habe es Schwierigkeiten gegeben. Signifikant war, dass in dieser Gruppe Schüler trotz anders lautender Empfehlungen einen Praktikumsplatz gewählt haben, der eigentlich nicht zu ihrer Begabung passte. "Insofern hat sich die Methode bei den positiven wie bei den negativen Fällen bestätigt", sagt Bredemeier. Einige Schüler haben ihre Berufswünsche nach der Analyse verändert. "Es hat überraschende Kehrtwendungen gegeben", berichtet Asche. "Wir waren über die Ergebnisse selbst überrascht", meint Mühlenhoff. Die Erfahrungen lassen vermuten, dass auch das Selbstbewusstsein der Schüler durch die Erkennung ihrer Fähigkeiten gestärkt wurde. Asche glaubt außerdem, dass dies auch eine Motivation für die Schulabschlüsse bedeuten könnte, wenn die Schüler ein konkretes und geeignetes Ziel anpeilen.

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