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Busse fahrenüber Rolfshäger Siedlung

"Bergsteigen" nach den Ferien nicht mehr nötig

Rolfshagen (la). Eine gute Nachricht für alle Kinder und Jugendlichen, die in Rolfshagen auf der Siedlung wohnen: Nach den Sommerferien stoppen einige Busse auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen in Rinteln und Obernkirchen an der Haltestelle Lindenweg.

veröffentlicht am 25.06.2008 um 00:00 Uhr

Dirk Nolte (v. r.)überbringt die gute Nachricht direkt an der Bu

Einer neu zugezogenen Mutter von zwei Kindern war aufgefallen, dass es viele Kinder sind, die täglich zwischen 600 und 1500 Meter weit bergab zur Bushaltestelle Ostereiche laufen müssen und auf dem Heimweg dieselbe Strecke zurück und zwar steil bergauf. Und das, obwohl sich auf der Siedlung eine Bushaltestelle befindet. "Mit den schweren Ranzen ist das kein Spaß, hier raufzulaufen", findet die 14-jährige Manon Lehmann. Daher treffen sich einige Mütter mittags an der Ostereiche, um ihre Kinder mit dem Auto an der Bushaltestelle abzuholen. Damit ist nach den Sommerferien Schluss. Ein Anruf beim Betriebsleiter der Schaumburger Verkehrs-GmbH, Dirk Nolte, und ein weiterer bei Ortsvorsteher Rüdiger Teich - und schon nahmen sich die Herren des Problems an. "Wir müssen schauen, wie wir es zeitlich hinbekommen, dass die Busse über die Siedlung fahren. Aber das wird sicher gehen", versprach Nolte. Das war nach den Osterferien. Schon nach den Sommerferien treten, unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Landesnahverkehrsbehörde Niedersachsen, die neuen Fahrpläne in Kraft. "Der Landkreis hat bereits zugestimmt", sagte Nolte. Mit der Linie 2021 können die Schüler, die das Gymnasium in Rinteln besuchen, morgens um 6.48 Uhr am Bergmannsweg und um 6.49 am Lindenweg in den Bus steigen. Auf dem Rückweg hält der Bus um 13.56 Uhr am Lindenweg und eine Minute später am Bergmannsweg. Schüler, die nach Obernkirchen müssen, können um 6.59 Uhr am Lindenweg einsteigen. Kurz nach 13.30 Uhr sind sie an gleicher Stelle zurück. "Auch Erwachsene können dieses Angebot selbstverständlich nutzen", so Nolte. Einen Wunsch der Kinder, Eltern und des Ortsvorstehers konnte Nolte allerdings noch nicht erfüllen: den Umweg der Busse über die Siedlung am Nachmittag. "Gerade nachmittags, wenn wir neun Stunden Schule hatten und die Ranzen besonders schwer sind, wäre das superklasse", sagt Manon Lehmann. "Ich werde alles daran setzen, dass mit dem Winterfahrplan auch diese Änderung möglich wird", versprach Nolte. Allerdings müssten die Fahrer ihre Haltezeiten einhalten, die Planungen seien etwas schwieriger. "Das ist total cool, dass der Bus jetzt hier hochfährt", freut sich Manon, und auch Rebecca Schmidt (12), die ebenfalls das Gymnasium in Rinteln besucht, kann es kaum glauben. "Das ist eine super Erleichterung", freut sie sich. "Dadurch habt ihr auch mindestens 25 Minuten mehr Freizeit pro Tag", stellte Teich fest.

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