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Besucheransturm sorgt für viel Arbeit

Bergbad steuert auf den 100 000. Besucher zu

Bückeburg (jp). Über den Bilderbuchsommer über Deutschland freuen sich nicht nur Eiswirte, Biergartenbetreiber und Fußballfans. Ganz besonders gut lachen haben die Freibäder, von denen sich bekanntermaßen eines der schönsten in der Umgebung an der Birkenallee in Bückeburg findet. Über 93 000 Badegäste hat das Bergbad in den rund zwei Monaten seit der Eröffnung am 12. Mai gezählt. Betriebsleiter Erik Rechenberg: "Wir gehen davon aus, dass wir bereits in den nächsten Tagen den 100 000. Besucher der Saison begrüßen können."

veröffentlicht am 27.07.2006 um 00:00 Uhr

Dabei sah der Saisonstart im Badeparadies zunächst alles andere als verheißungsvoll aus. Mit 5 153 Besuchern vermerkt die Bergbadbilanz den schlechtesten Eröffnungsmonat seit Jahren. Zum Vergleich: 2004 waren es im ebenfalls recht kühlen Mai bereits 9 532, im heißen Mai 2005 sogar satte 39 000 Bergbadgäste. Dass der Juni mit knapp 30 000 Besuchern den Spitzenwert von 50 314 aus dem Vorjahr um Längen verfehlte, dürfte eindeutig der Sondersituation durch die Fußball-WM zu schulden sein. Doch seit Endspiel und Zidanes Kopfstoß gibt es im Bergbad kein Halten mehr. 58 322 Besucher waren es seit Monatsbeginn - und bis zum Monatsende rückt die Schallmauer von 60 000 Gästen in mehr als nur greifbare Nähe. "Ein toller Besuch", bilanziert Erik Rechenberg, "der uns zumindest bis jetzt für die verregneten Sommerferien des letzten Jahres vollauf entschädigt." Dabei nötigt der Ansturm bade- und sprungturmsüchtiger Wasserratten dem Team der Bäder GmbH zwar deutlich mehr Arbeit ab, aber: "Auf Grund unserer Personaldecke können wir das abdecken. Und so macht die Arbeit viel mehr Spaß, als stundenlang bei Regen auf eine leere Wasserfläche zu starren." Unterstützt werden die Mannen von Betriebsleiter Erik Rechenberg an den Wochenenden von der DLRG Bückeburg, die gemäß eines zuvor vereinbarten Wachplanes je zwei Rettungsschwimmer an den Beckenrand schickt. Hinzu kommt ein laut Erik Rechenberg außerordentlich umgängliches Badepublikum: "Wir haben hier im Bergbad praktisch keine Probleme mit Vandalismus, Diebstählen, rivalisierenden Jugendlichen oder irgend welchen anderen so genannten Konfliktgruppen." Kleineren "Nickeligkeiten" werde vom Personal gleich im Ansatz konsequent begegnet. Auch schwerwiegende Badeunfälle sind bislang nicht zu vermelden. Und noch ein ganz ungewöhnliches Kompliment macht der Betriebsleiter den Bückeburger Wasserratten: "Das Umweltbewusstsein unter unseren Badegästen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Als ich 1990 angefangen habe, strotzte die Liegewiese oftmals nur so vor Müll. Aber heute müssen wir selbst an den besucherstarken Tagen kaum etwas aufsammeln."

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