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Rat stimmt geschlossen für WGS-Antrag: Abwasserbetriebe der Stadt führen Kennzahlen ein

"Benchmarking" für bessere Vergleichbarkeit

Rinteln (wm). Geschlossen hat der Rat in alter Besetzung für den WGS-Antrag gestimmt, die Abwasserbetriebe der Stadt sollten künftig Kennzahlen, "Benchmarking" genannt, einführen, damit die Gebührensätze mit denen anderer Kommunen besser verglichen werden können.

veröffentlicht am 12.10.2006 um 00:00 Uhr

Heinrich Sasse für die WGS: "Der Vergleich derartiger Kennzahlen deckt besonders wirtschaftliche Praktiken oder Auffälligkeiten als Ansatz für Einsparungen auf." Jürgen Peterson, Geschäftsführer des Abwasserbetriebes, erklärte, dagegen sei nichts einzuwenden - entscheidend sei bei Vergleichen die Topographie des Versorgungsgebietes. Viele Berge und Hügel und eine große Fläche bedeuteten lange Leitungswege, mehr Pumpwerke und Druckleitungen und damit höhere Kosten. Das treffe alles für Rinteln zu. Trotzdem liege die Stadt mit den Gebühren für Abwasser, Strom, Wasser und Gas im unteren Bereich. Die WGS-Fraktion hatte bereits vorsorglich ihren Widerstand gegen eine Erhöhung der Abwassergebühren angekündigt, denn man gehe davon aus, dass sich die Verwaltung "auf die Seite des Abwasserbetriebes schlägt und willfährig die von dort jetzt schon verlangte Erhöhung der Abwassergebühren betreiben wird" - so steht es im WGS-Antrag zu lesen. Einen entsprechenden verdeckten Vorstoß, so Sasse, habe es vor längerer Zeit durch eine telefonische Anfrage von SPD-Fraktionschef Klaus Wißmann bei CDU-Fraktionschef Thorsten Frühmark gegeben. Wißmann habe damals angefragt, ob die CDU einer Erhöhung der Abwassergebühren zustimmen werde, was - so Sasse - "erfreulicherweise" verneint worden sei. Ratsfrau Ursula Helmhold sah die Sache grundsätzlicher: Glücklicherweise hätte sich der Rintelner Rat entschieden, die Stadtwerke in eigener Regie zu behalten, sonst würden inzwischen ganz andere Preise diktiert. Klar wäre allerdings: "Die Gebühren bleiben nicht, wie sie sind."

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