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Eine Zeit lang Einschränkungen ertragen

Bemühungen werden mit Füßen getreten

Denk‘ ich an Leipzig in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht: Leute demonstrieren gegen Regeln und schaffen diese dabei gleich an Ort und Stelle für sich selber ab, indem sie weder Abstand halten, noch Masken tragen und treten dadurch die Bemühungen und Opfer ihres Volkes und der ganzen Welt mit Füßen.

veröffentlicht am 01.12.2020 um 12:41 Uhr

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Zu: „Leipzig: Entsetzen nach Querdenken-Demo“, vom 9. November

Für die Bequemlichkeit von Maskenverweigerern und Abstandsignoranten sollen die Schwächsten (aber auch Gesunden) unserer Gesellschaft geopfert und einem qualvollen Erstickungstod ausgesetzt werden? Ein Gericht verbietet eine Demo in der engen Innenstadt nicht, und die ganz liebe Polizei steht dabei, vergisst dabei ihre Pflicht und rührt sich nicht. Sie kapituliert vor der Masse. Trägt dagegen ein Einzelner in der Hamelner Fußgängerzone keine Maske, stürzen sich gleich mehrere Ordnungshüter auf ihn und kassieren ihn gnadenlos ab (ist richtig, nur fehlt in Leipzig gleiches Recht für alle).

Dass unsere freiheitlich-rechtliche-demokratische Grundordnung eines Tages solche dunklen Früchte trägt, hätte ich früher nie für möglich gehalten. Für die Rettung von Menschenleben ertrage ich gerne mal eine Zeit lang Einschränkungen von Recht und Freiheit. Zur Erinnerung: Im Dritten Reich wurden Recht und Freiheit eingeschränkt, um Menschen zu vernichten, heute, um sie zu retten. Die große Anzahl der Demonstranten zeigt eindrucksvoll, dass wir nicht mehr Plätze auf Intensivstationen brauchen, sondern in Klapsmühlen. Aluhüte sollten besser nur bei Gewitter draußen demonstrieren, das würde unserem Lande wirklich helfen.



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