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b33-Apotheke erweitert nochmalsÖffnungszeiten - andere ziehen nicht mit

Bellwinkel legt nach: Bis 20 Uhr offen

Rinteln (wm). Die b33-Apotheke an der Bahnhofstraße will ab 1. Dezember werktags durchgehend von 8 bis 20 und sonnabends von 9 bis 16 Uhr öffnen, teilte jetzt Inhaber Klaus Bellwinkel mit.

veröffentlicht am 29.11.2008 um 00:00 Uhr

Bellwinkel hatte bereits im Juni dieses Jahres in einem Alleingang als Erster die vorher jahrelang geeinte Front der Apotheker gegen erweiterteÖffnungszeiten durchbrochen und als Erster in Rinteln an Mittwochnachmittagen geöffnet, außerdem an vier Tagen bis 19 Uhr. Die meisten anderen Apotheken haben danach schrittweise nachgezogen (wir berichteten) und ihreÖffnungszeiten auch auf den Mittwochnachmittag ausgedehnt und verzichten teilweise auf die Mittagspause. Jetzt geht Bellwinkel mit den nochmals erweitertenÖffnungszeiten ab 1. Dezember erneut in die Offensive. Er habe sich zu diesem Schritt, die Zeiten noch mehr auszuweiten, aufgrund der großen positiven Resonanz seiner Kunden entschlossen. Für ihn sei aber auch entscheidend gewesen, dass im nächsten Jahr der Europäische Gerichtshof darüber befinden will, ob in Deutschland - wie in England oder den USA - Fremd- und Mehrbesitz erlaubt sein wird. Damit könnten sich dann in Deutschland Apothekenketten etablieren, und das werde die Apothekenlandschaft grundlegend verändern. Er persönlich rechne damit, dass es zu einer Liberalisierung komme - in welcher Form, sei allerdings kaum vorauszusehen. Es sei aber eine Illusion, zu glauben, davon würde Rinteln auf Dauer verschont. Bettina Donnerberg von der Bahnhofs-Apotheke und Peter Eulzer von der Löwen-Apotheke erklärten gestern auf telefonische Anfrage, zurzeit sei eine Ausweitung der Öffnungszeiten nicht geplant. Weitere befragte Apotheker wollten sich durchweg nicht zu der neuen Situation äußern. Susanne Steinbeck von der Post-Apotheke erklärte, sie habe schon bisher die Erfahrung gemacht, dass abends in der letzten Stunde so gut wie nichts mehr los sei. Wo das Problem verlängerter Öffnungszeiten für inhabergeführte Apotheken liegt, ist hinlänglich bekannt: Mehr Personalkosten, eine hohe Belastung für den Apotheker durch die Anwesenheitspflicht - und ob sich erweiterte Öffnungszeiten wirtschaftlich rechnen, halten viele für zweifelhaft.

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