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Bekommt Holzminden ein Familienzentrum?

Holzminden. Eschershausen hat ein Mehrgenerationenhaus, Stadtoldendorf und Bevern haben ein Familienzentrum. Nun wird auch die Stadt Holzminden im Rahmen des „Bündnisses für Familie“ aktiv. Ein Arbeitskreis der Stadtverwaltung hat ein erstes Konzept zur Entwicklung eines Familien- und Kulturzentrums erstellt und in einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Bildung und Freizeit sowie Jugend und Familie vorgestellt.

veröffentlicht am 24.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

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 Im Gebäude der ehemaligen Grundschule Sollingstraße, einschließlich Jugendzentrum und der Pavillons hinter der Stadthalle, sieht die Verwaltung den idealen Standort, an dem sich alle Generationen und Kulturen treffen können, an dem an einem Ort eine „Drehscheibe“ aus Seniorenarbeit, Kinderbetreuung, Integration und Bildung, Kunst und Kultur entstehen könnte.
 Mit Ende des Schuljahres wird die Förderschule ausziehen, wird das Schulgebäude, das Eigentum der Stadt Holzminden ist, leer stehen. Die Verwaltung würde am liebsten die Sommerferien nutzen, um baulich und konzeptionell die ersten Pflöcke zur Einrichtung des Familienzentrums einzuschlagen. Doch die Verwaltungsvorlage, die darauf zielte, die Mittel schon mit dem zweiten Nachtrag in den Haushalt einzustellen, wurde auf Wunsch der Fraktionen in der Ausschusssitzung gestoppt. Den Politikern geht es zu schnell. Sie begrüßen das Konzept, sehen aber Klärungsbedarf in Bezug auf den Bedarf und die Finanzierung, den Sanierungsbedarf des Gebäudes, die Folge- und Personalkosten und den Standort eines solchen Zentrums.
 Sowohl Erste Stadträtin und Sozialdezernentin Margrit Behrens-Globisch, Stadtjugendpfleger Herbert Dähn-Kirchhoff und Bündniskoordinator Matthias Moersener machten sich stark für das Projekt, das viele Standortfaktoren kombinieren soll.

Als ersten Schritt noch in diesem Jahr hat die Verwaltung vorgeschlagen, den Kinder- und Teenyclub und die Offene Kinderarbeit des Jugendzentrums in die frei werdenden Pavillons, die Offene Jugendarbeit in die alte Teestube und die Seniorenarbeit barrierefrei ins Erdgeschoss des Jugendzentrums einzuquartieren. Dafür hat die Verwaltung 45 000 Euro veranschlagt. Als zweiter Schritt soll 2010 der Ausbau des Schulgebäudes auf zwei Etagen und die Außengeländegestaltung unter Beteiligung aller künftigen Nutzer folgen. Für diese Ausbaumaßnahmen sind 165 000 Euro veranschlagt.
 Dieter Brill (SPD) sagte: „Wenn wir’s schon hätten, wäre Holzminden sehr fortschrittlich.“ Ursula Deutsch (CDU) sprach von einem „Wunschschloss“. Marlies Grebe (SPD) fand es „sehr gut, dass die Stadt Holzminden das Thema aufgreift“.
 Jens Ebert (FDP) fragte nach dem Bedarf und wollte vor einer Zustimmung die genauen Kosten für die anstehenden Baumaßnahmen geklärt sehen. Peter Ruhwedel (Grüne) verlangte von den Ausschüssen vergeblich ein grundsätzliches Plädoyer für das Familienzentrum. Die Ausschüsse verwiesen das Thema „Familienzentrum“ in die Fraktionen und wollen sich vor Ort ein Bild machen.



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