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Minister Jung bei den Heeresfliegern

Bekenntnis zum Standort Bückeburg

Bückeburg (kk). "Das hat er richtig gut gemacht," freute sich Hauptmann Klaus Meissner. Der Fluglehrer an der Heeresfliegerwaffenschule betreute gestern Vormittag einen prominenten "Schüler": Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung stattete den Heeresfliegern in Achum einen Besuch ab. Um einen realistischen Eindruck der Flugausbildung zu vermitteln, stand zunächst ein Flug mit der "echten" Schulungshubschrauber EC 135 auf dem Programm, anschließend absolvierte der Minister die gleiche Flugroute über den Bückeberg nach Reinsdorf noch einmal im Simulator - und hielt dabei selbst den Steuerknüppel fest im Gr iff.

veröffentlicht am 23.08.2008 um 00:00 Uhr

"Geradezuüberwältigt" zeigte sich Jung anschließend von den Möglichkeiten moderne Simulatorausbildung. In einem Pressegespräch hob er die Bedeutung der Hubschrauberausbildung für die Bundeswehr hervor. In Afghanistan habe er gerade erst wieder erfahren, wie wichtig die Luftbeweglichkeit für die Truppe sei. Einen entsprechend hohen Stellenwert nehme die Heeresfliegerwaffenschule ein. "Der Bückeburger Standort ist zukunftssicher," stellte der Verteidigungsminister klar. Er bestätigte noch einmal ausdrücklich Pläne, wonach hier in den kommenden Jahren noch einmal 32 Millionen Euro investiert werden sollen. Das hörten natürlich nicht nur die Beschäftigten, sondern auch Brigadegeneral Richard Bolz gerne. Der Schulkommandeur und General der Heeresflieger hatte den Minister in Achum begrüßt und ihm die Schule vorgestellt. Jung sollte in erster Linie einen guten Eindruck von den Bückeburger Einheiten mitnach Berlin zurücknehmen. Schwerwiegende Probleme gab es nämlich nicht zu erörtern. Bolz: "Den Heeresfliegern und dem Standort Bückeburg geht es vergleichsweise gut." Man müsse auch "die Kirche im Dorf lassen", wenn es um Wünsche oder Forderungen gehe. Ähnlich harmonisch verlief dem Vernehmen nach ein gemeinsames Mittagessen mit Soldaten und Zivilbediensteten des Standortes. Bei Gulaschsuppe und belegten Brötchen suchte der Gast aus der Bundeshauptstadt das Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Besonders interessiert zeigte sich der Minister am "internationalen Hörsaal" der Schule. Wie berichtet, absolvieren hier neben angehenden Hubschrauberpiloten aller Teilstreitkräfte der Bundeswehr auch Soldatinnen und Soldaten aus Schweden ihre Ausbildung. Weitere Nationen werden aller Voraussicht nach folgen. Bückeburg besuchte Franz Josef Jung im Rahmen seiner Sommerreise, die unter dem Motto "Im Einsatz für den Frieden" steht. Wobei der Begriff "Sommer" nicht nur beim begleitenden Tross für Witzeleien sorgte: Pünktlich mit dem Minister "flog" nämlich in Achum auch der Regen ein, sodass Schirme beiden Journalisten ähnlich gefragt waren wie Fernsehkameras, Mikrophone, Fotoapparate oder Kugelschreiber.



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