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Neujahrsempfang als Feier fürs Ehrenamt / Buchholz: "Sie sind der Kitt"

Bekenntnis zu Steinanger-Plänen

Rinteln (crs). Wenn jemand bei einer Rede möglichst oft unterbrochen werden will, dann muss das einen guten Grund haben. Mit der Würdigung besonderer Leistungen in Ehrenamt und Sport hatte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz beim Neujahrsempfang der Stadt mindestens zwei gute Gründe. "Da können Sie ruhig mal klatschen!", forderte er den bis auf den letzten Platz gefüllten Brückentorsaal am Sonnabend bereits nach seinen ersten Sätzen auf. Und dieser Aufforderung kamen die gut 300 Gäste aus Politik, Sport und Ehrenamt gerne und ausgiebig nach.

veröffentlicht am 08.01.2007 um 00:00 Uhr

Zu beklatschen gab es ja auch einiges. Die herausragenden Leistungen der Sportler des Jahres (siehe Artikel oben) und die eindrucksvolle Live-Präsentation der jüngsten VTR-Kunstturner am Barren. Das breite Repertoire des von Martin Borowski geleiteten Jugendblasorchester der Stadt und die Virtuosität der musikalischen Einlage von Katharina Rundfeldt (Geige) und Monica Mühleise (Cello). Die selbstlose Eigenleistung der Feuerwehrleute aus Steinbergen und Exten beim Neubau ihrer Feuerwehrgerätehäuser und die beeindruckende Bilanz der Wettkampfgruppe der Ortsfeuerwehr Möllenbeck (siehe Artikel links). Das finanzielle Engagement von Walter Lindner aus Bad Oeynhausen für die Ortsfeuerwehr Wennenkamp und der unermüdliche Einsatz des Hausmeisters Wilhelm Brennecke für "seine" Grundschule Krankenhagen. Überhaupt ist der Neujahrsempfang eine Feier für das Ehrenamt. "Sie sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält", bedankte sich Buchholz bei den Menschen, die sich im letzten Jahr ehrenamtlich fürs Gemeinwohl eingesetzt hatten. "Ohne Sie wäre unser Gemeinwesen in vielen Bereichen ärmer, in manchen kaum funktionsfähig." Zentrales Thema beim Ausblick auf das Jahr 2007 waren die Planungen für den Steinanger. Ausdrücklich bekannte sich Buchholz zu der vom Verwaltungsausschuss beschlossenen Bebauung der Innenstadt-Fläche: "Das trägt dem gerade in einer alternden Gesellschaft immer stärker werdenden Wunsch nach einer citynahen Wohnbebauung Rechnung und schafft gleichzeitig eine dauerhafte Perspektive für die jetzigen Nutzer des Steinangers." Anhaltenden Applaus bekam Buchholz für seine Seitenhiebe gegen die Mitte Dezember gegründete "Bürgerinitiative gegen den Verkauf des Steinangers". Dass der Steinanger der Stadt Rinteln im 14. Jahrhundert vom Grafen von Schaumburg geschenkt worden sei, so Buchholz, "mag historisch interessant sein - als Begründung für die Ablehnung der geplanten Wohnbebauung taugt der Hinweis jedoch nicht".

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