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Land finanziert / Geld im Kreishaushalt

Beitragsfreies Kindergartenjahr: 150 000 Euro frei

Landkreis (sk). Mit der Einführung des beitragsfreien Kindergartenjahres, finanziert vom Land Niedersachsen, werden im Kreishaushalt für 2007 und 2008 insgesamt rund 150 000 Euro frei. Diese Finanzmittel sollen nach dem Willen des Jugendhilfeausschusses des Kreistags weiterhin dem Bereich der Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. Dies hat das Gremium einstimmig als Beschlussempfehlung an den Kreisausschuss abgesegnet.

veröffentlicht am 04.12.2007 um 00:00 Uhr

Der Jugendhilfeausschuss folgt mit seinem Beschluss einem Antrag der SPD/FDP- Gruppe. Für Eltern, die bislang alle Kindergartenjahre selber bezahlt haben, ergibt sich durch das beitragsfreie Kindergartenjahr eine finanzielle Erleichterung. Wer aufgrund seiner Einkommensverhältnisse vom Landkreis Schaumburg wirtschaftliche Jugendhilfe erhält und die Betreuung seiner Kinder im Kindergarten nicht selber bezahlen muss, spürt keine Änderung in der privaten Haushaltskasse. Entlastet wird hingegen die Kreiskasse. Die Verwaltung des Landkreis schätzt die zu erwartenden Minderausgaben mit Vorsicht. Einerseits ergäben sich - bezogen auf den heutigen Kreis der Leistungsempfänger - Einsparungen. Andererseits sei zu bedenken, dass die Zahl der Leistungsempfänger steigt. Außerdem, so die Kreisverwaltung, finde eine Verlagerung des Leistungsanspruchs auf andere Altersgruppen statt, vor allem der unter Dreijährigen. Trotz allem ergäben sich Minderausgaben des Landkreises bezogen auf das Kindergartenjahr 2007/2008 in Höhe von 150 000 Euro. Dieses Geld soll in der Kinderbetreuung bleiben, unter anderem im Bereich Sprachförderung, Gesundheitserziehung und Integration. Für die Haushaltsplanung 2008 schlägt die Verwaltung folgende Verteilung der Summe vor: Die Übernahme von Kindergartengebühren für andere Altersgruppe wird mit 10 000 Euro bewertet, für den Ausbau der Tagespflegeangebote 50 000 veranschlagt. Mit 20 000 Euro soll die Kinderbetreuungsagentur (Kiba) des Landkreises weiter ausgebaut werden. Die präventive Familienunterstützung soll mit 60 000 Euro gefördert werden, der Gesundheitsförderung 10 000 Euro zukommen. Nicht von der geschätzten Gesamtsumme profitieren soll die Einrichtung von Schulfonds zur Unterstützung von sozial schwachen Familien und deren Kindern bei der Beschaffung von Lernmitteln. Sofern der Landkreis Schaumburg hierzu Mittel als freiwillige Leistung bereitstellt, sollen diese durch Einsparungen im Schuletat erwirtschaftet werden.



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