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Heimatverein Kleinenbremen feiert seinen 25. Geburtstag / Ehemalige Protestbewegung hat Maßstäbe gesetzt

Beispiellose Kreativität - und in jedem Haus ein Mitglied

Kleinenbremen (ly). Rund 450 Mitglieder hat der Heimatverein Kleinenbremen. "Eins in jedem Haus", so der frühere Minden-Lübbecker Landrat Wilhelm Krömer übern Daumen. Kommt hin. Sicher ist, dass die Heimatfreunde in 25 Jahren Maßstäbe gesetzt haben.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:21 Uhr

Guter Ton: Die Blaskapelle Krainhagen sorgt für musikalische Unt

Am Sonntag war Jubiläumsfeier auf dem Hartingschen Mühlenhof. Vorsitzender Walter Caselitz und sein Team wurden förmlich mit Lob überhäuft. Portas Bürgermeister Stephan Böhme etwa attestierte den Mitgliedern "ungeheuren Fleiß, beeindruckende Zielstrebigkeit und ausgeprägtes Know-how". Die Kreativität, die der Heimatverein entwickelt habe, sei beispiellos, sagte Böhme. Als Vorsitzender des Kuratoriums der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse sicherte er zu, "dass wir laufende Projekte mit unseren Mitteln nachhaltig und langfristig fördern wollen". Dabei dachte Böhme zum Beispiel an das Meierhof-Backhaus. Hervorgegangen ist der Heimatverein aus einer Art Protestbewegung, weil sich die Aktivitäten der jungen Stadt Porta Westfalica vor 25 Jahren eher auf das Zentrum konzentrierten. "Was aus dieser Protestbewegung wurde, ist von unschätzbarem Wert", betonte der Bürgermeister. Als herausragende Projekte unter vielen gelten die Sanierung von Hartingscher Wassermühle und Mönkhoff-Mühle, der Wiederaufbau des Meierhof-Backhauses, das Anlegen eines Dorfteiches oder die Teilnahme an Kreis- und Landeswettbewerben der Dörfer, Letzteres mit Bestnoten. Die Leistungen des Heimatvereins kämen nicht nur dem Dorf zugute, sondern der ganzen Stadt, wie Böhme betonte. Eines sei den Kleinenbremern besonders wichtig, so Kreis- und Stadtheimatpfleger Dr. Gerhard Franke: "Dass sie Kleinenbremer sind. Sie können sich gar nicht vorstellen, woanders zu leben." Wenn Kleinenbremer sich etwas in den Kopf gesetzt haben, ziehen sie es auch durch. Und wenn sie eine zweite Mühle wollen, in diesem Fall die Mönkhoff-Mühle, erteilt Walter Caselitz Wilhelm Krömer eben den Auftrag: "Wilhelm, nun marschier' los und besorg' Geld." Krömer, zugleich Vorsitzender des Kreismühlenvereins, erinnert sich schmunzelnd: "Das hab' ich dann gemacht." Das Geld ist aber auch gut angelegt. "In Sachen Heimatpflege hat Kleinenbremen die Nase im Kreis ganz weit vorn", lobte der Ex-Landrat. "Mit dem Umsetzen der Projekte kam man kaum hinterher." Daran dürfte sich künftig kaum etwas ändern: "Fürs Dorf da sein und das Wir-Gefühl stärken, anstatt nur Tradition zu bewahren", hat Caselitz auch für die nächsten 25 Jahre als Devise ausgegeben. Nach dem offiziellen Festakt erlebten die Gäste des Jubiläumsvereins ein buntes Programm mit Musik, Tanz, Theater sowie Vorführungen alter Handwerkskunst und bäuerlichen Lebens. Beteiligt waren unter anderem die Blaskapelle Krainhagen, der TuS Kleinenbremen mit seiner Tanz- und Trachtengruppe, Männergesangverein, Schützenverein, Pfarrer Ekkehard Karottki, Feuerwehr, die "Schallbonbons" und das Dorftheater "Spektakulär, Spektakulär". Friedrich Vogt, neuer Vorsitzender des Bezirksausschusses, wünscht sich, dass es nächstes Wochenende beim Erntefest genau so voll wird wie jetzt bei der Geburtstagsfeier des Heimatvereins. Bereits zum Auftakt am Sonnabend hatten rund 150 Menschen den Kleinenbremer Filmabend im Saal der Gaststätte "Zur schönen Aussicht" besucht, wo bis vor 44 Jahren die "Glück-auf-Lichtspiele" untergebracht waren.

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