weather-image
18°
Fußball ohne Ende: Die Rehrener Hallensporttage sind ein Mammutturnier geworden - für die Helfer

Beim TuS-Turnier ist räumliche Enge Programm

Rehren (rnk/kdt). Der Jugendliche kommt rein, wirft einen Blick in die Halle und sagt, was fast jeder in diesem Moment sagt, wenn er zum ersten Mal die Sportghalle in Rehren betritt.: "Mann, ist das eng hier."

veröffentlicht am 03.01.2008 um 00:00 Uhr

Die Kicker vom SV Viktoria Lauenau nehmen erstmals den Silvester

Wohl wahr. Die eine Hallenwand gehört zum Spielfeld, die an ihr abprallenden Bälle machen das Spiel ungemein schnell, an der anderen Seite drücken sich Zuschauer und Auswechselspieler tief in die Wand, damit sie nicht auf dem Spielfeld stehen: Willkommen bei den Hallensporttagen des TuS Rehren. "Räumliche Enge kann schön sein", erklärt Dieter Grupe als Vorsitzender des gastgebenden Vereins. Da wird er wohl recht haben, denn sonst wäre in den letzten 25 Jahren nicht immer wieder noch ein Cup dazugekommen, der vor der Jahreswende ausgespielt werden soll. Sechs sind es dieses Mal, dazu kommt noch das traditionelle Silvesterturnier, mit dem einst alles begann. Ein bisschen Abwechslung zwischen den Feiertagen und sportliche Betätigung (vor allem für Jugendliche) sollte es bieten, als es einst ins Leben gerufen wurde. Dann starb Franz Heinemann, das große und verdienstvolle Vorstandsmitglied des TuS, das sich vor allem mit dem Bau des Vereinsheims mehr als nur Meriten erworben hatte. Seine Witwe regte ein Erinnerungs-Turnier an, bei dem der Sieger den Franz-Heinemann-Cup erhalten sollte. "Nach und nach", so erinnert sich Grupe, "füllte es sich." Und die Regelnänderten sich im Lauf der Zeit. Wurde zu Beginn noch auf die kleinen Tore gespielt, so wurden sie schnell gegen ihre größeren Brüder ausgetauscht. Die Folge: Tore, Tore, Tore. Ein 8:3 oder ein 7:4 sind in Rehren keine Ausnahme, sondern kommen immer wieder vor. Für den Zuschauer ist dies attraktiver Sport (wenn er denn einen Platz gefunden hat, an dem er zuschauen kann), für die Spieler eine Herausforderung: Wer gut und schnell kombiniert, wird hier immer eine gute Figur machen. Was gab es sportlich zu vermelden? Nun, die Thekenmannschaft aus Escher darf auch im neuen Jahr auf das "große Wunder" hoffen. Die Mannschaft nimmt seit über 20 Jahren an Turnieren teil und hat noch nie eins gewonnen. Auch im Turnier für Hobbymannschaften um den schönen "Mühlenstübchen-Cup" schaffte die Mannschaft den Sprung ins Finale nicht. Dort standen sich die beiden Fanclubs von Hannover 96 und dem Hamburger SV gegenüber. Die beiden Mannschaften aus Rehren und Obernkirchen hatten sich relativ sicher durch die Vorrundenspiele "geschossen" und trafen in einem bis zur letzten Sekunde spannungsgeladenen Spiel im Endspiel aufeinander. Die "96er" gewannen mit dem Abpfiff 4:3 und nahmen erstmals den Pokal in Empfang. Am Abend zuvor war es im Turnier der Kreisklassenmannschaften zu einem Erfolg des SV Obernkirchen II gekommen, der im Endspiel die TuSG Wiedensahl 5:4 besiegen konnte. Platz drei belegte der VfL Bückeburg III nach einem Neunmeterschießen gegen den TSV Exten II mit 3:2. Herzlich willkommen SV Viktoria Lauenau im Kreis der Pokalgewinner: Im Turnier für D-Junioren-Fußballer des Turn- und Sportvereins Rehren waren die Hausherren gute Gastgeber und unterlagen im Finale den Nachwuchskickern aus Lauenau. In den vergangenen Jahren wechselten sich der SV Obernkirchen und der SC Rinteln im Siegen ab. 2005 und 2006 ging der Cup in die Bergstadt. Diesmal trafen die beiden Kontrahenten bereits im Halbfinale aufeinander und gingen im vorletzten Fußballspiel des Jahres 2007 nach einem 6:2 für Obernkirchen in die Winterpause. Hoher Favorit für den Turniersieg waren die Viktoria-Spieler, die ihre Vorrundenspiele ausnahmslos klar und hoch gewonnen hatten. Mit einem 17:2 Kantersieg schickten sie die Spielgemeinschaft Rehren/Kathrinhagen/Rolfshagen II in die Kabine. Die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft wollte diese Scharte im Finale natürlich auswetzen und stand nach einem 3:3 auch vor der kleinen Sensation. Denn im fälligen Neunmeterschießen legten sie bravourös los, um dann doch noch 2:1 von Lauenau bezwungen zu werden. Was bleibt, ist die Stunde nach dem Marathonturnier. Die gehört den Helfern, die sich bei einem Schluck Sekt auf den Jahreswechsel einstimmen. Bis zum nächsten Jahr.

Über Bande: In Rehren ist die räumliche Enge eine Herausforderun
  • Über Bande: In Rehren ist die räumliche Enge eine Herausforderung, die auch genutzt werden kann.
Der Fanclub der Roten aus der Landeshauptstadt gewinnt den "Mühl
  • Der Fanclub der Roten aus der Landeshauptstadt gewinnt den "Mühlenstübchen-Cup".
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare