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Klaus Kipkeüberraschend entlassen

Beim TuS Hess. Oldendorf herrscht das pure Chaos

Fußball (de). Der Tabellensechste der Hameln-Pyrmonter Leistungsklasse, der TuS Hessisch Oldendorf, hat keinen Trainer mehr. Der amtierende Restvorstand mit dem gewählten zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Karl-Heinz Koch an der Spitze hat sich zum 30. Juni von Coach Klaus Kipke getrennt und ihm den Stuhl vor die Tür gesetzt.

veröffentlicht am 02.06.2006 um 00:00 Uhr

Angeblich sind es vor allem finanzielle Gründe, die zu diesem Schritt geführt haben, denn der Trainer ist beim TuS der teuerste Posten. Einig sind sich die Verantwortlichen, dass Kipke gute Arbeit geleistet hat, er einfach aber nicht mehr bezahlt werden kann. Der inzwischen zurückgetretene Vorsitzende Thomas Henze hat es versäumt, Kipke rechtzeitig über die missliche Situation zu informieren. Die stattgefundenen Gespräche wurden nicht zu Ende geführt, so dass der Trainer davon ausgehen konnte, dass er ein weiteres Jahr die TuS-Truppe betreuen wird. "Entsprechendes wurde mir auch signalisiert", sagte der Coach, der es dem Verein vor allem verübelt, wie man sich seiner entledigte. Er erhielt die Kündigung schriftlich per Post, "der Kontakt zu mir wurde nicht gesucht". In diesem Zusammenhang bedauerte es Kipke, dass sich der Verein nicht an Absprachen hält. Erbezeichnete es als "stil- und charakterlos", wie vorgegangen worden ist. "Wenn man den gewählten Weg nur des Geldes wegen eingeschlagen hat, "so hätte man mit mir durchaus sprechen können." Zu denen, die schnellstens wieder Ordnung in den Verein bringen wollen, gehört der ebenfalls vor Wochen zurückgetretene erste stellvertretende Vorsitzende Uwe Quindt, der sich darum bemüht, zunächst wieder einen handlungsfähigen Vorstand auf die Beine zu bringen. Er stellt sich vor, dass spätestens in acht Wochen eine Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen über die Bühne geht. Bis dahin sollte auch feststehen, wer neuer Trainer beim TuS wird. Im Gespräch befand sich bereits Jens Kuhlmann, der als Spieler nicht mehr zur Verfügung steht und auch die Diskussion um das Traineramt für sich beendete. Auch ein Trainer Uwe Quindt ist vorstellbar, "aber dann müsste mal jemand mit mir konkret darüber sprechen", sagte er. Er baut jetzt auf KassenwartRalf Meier, der sicher ein gewichtiges Wort mitreden wird, "denn immerhin muss er für die Finanzierung sorgen." Hinsichtlich der Mannschaft wird es nach Meinung von Quindt keine Probleme geben. Sie steht und wird den Weggang von Fesidun Kelesabdioglu zu Hameln 07 und von Tahir Topcu zu RW HessischOldendorf zu verkraften wissen.

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