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Klima: Bündnisgrüne befragen Marktkunden

Beim Thema Verkehr purzeln die Vorschläge

Bückeburg. Sinnvoll Einkaufen - am besten ohne Auto - so wollen Bückeburgs Wochenmarktbesucher ihren Teil zur Klimarettung beitragen. Das ergab eine Umfrage der Bückeburger Grünen aus Anlass des 21. Jahrestages der Tschernobyl- Katastrophe. Mit mehreren Dutzend Energiesparlampen im Gepäck, hatten Mitglieder der Ortsgruppe um Cornelia Laasch und Bernd Schierhorn Passanten am Rand der Blumen- und Gemüsestände zum Beispiel gefragt: Halten Sie die Prognosen des Klimawandels für realistisch oder übertrieben? Oder auch: Wird von der Politik genug unternommen, um die Auswirkungen der Klimakatastrophe zu verhindern?

veröffentlicht am 01.06.2007 um 00:00 Uhr

Ergebnis: Nicht einmal jeder Zehnte der insgesamt 55 Befragten hält das Klima für "noch gesund", und fast alle sehen auch durchaus Möglichkeiten ihren - wenn auch kleinen Teil - zur Besserung beizutragen. Ob weniger Autofahren eine Lösung sei, wollten die Grünen weiter wissen und erfuhren bei der Frage einhellige Zustimmung. Beim Thema Verkehr purzelten die Vorschläge nur so: Politiker sollten auch ruhig ihre dicken Kisten abschaffen und mal Bahn fahren, statt immer nur zu fliegen, schlug eine Passantin vor. Andere forderten Tempolimit, Lkw auf die Bahn, weniger Flurgreisen oder Wasserstoffautos. Selbst wenn Klimaschutz ans eigene Geld gehen kann, waren die Meinungen einhellig. Während einige die Möglichkeit zur Beteiligung an Bürgersolardächern lobten, wurde eine Versorgung durch Ökostrom aus erneuerbaren Energien ebenso befürwortet wie Energiesparmaßnahmen durch Gebäudesanierungen. Auch an sich Selbstverständliches wurde notiert. "Ich wasche nur wenn die Maschine voll ist", gab eine Marktbesucherin zu Protokoll. Für alle die sich befragen ließen, gab's als Dankeschön jeweils eine der Energiesparlampen.



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