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400 Zier- und Waldvögel in der Liethhalle: Offene Schau der Vogelfreunde Röhrkasten / Auf Entwicklung reagieren

Beim Thema Nachwuchs kommen die Sorgenfalten

Obernkirchen (jp). Mit ihrer Vogelschau haben die Vogelfreunde Röhrkasten nach den Geflügelzüchtern den alljährlichen Herbstreigen der großen Tierausstellungen in Obernkirchen fortgesetzt. Knapp 400 Zier- und Waldvögel, darunter viele seltene und interessante Exoten, zogen an beiden Ausstellungstagen in der Liethhalle die Augen von Züchtern und Vogelfreunden von Nah und Fern auf sich. Erneut hatten die Vogelfreunde Röhrkasten die Ausstellung als offene Schau angekündigt, zu der sich Züchter aus dem gesamten Schaumburger Raum sowie dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen angemeldet hatten.

veröffentlicht am 16.10.2007 um 00:00 Uhr

Früher fast ausgerottet, heute gern gezüchtete Tiere: Balistare

Während die Bewertungstiere vor allem die Aufmerksamkeit von Zuchtexperten erregten, bildeten die großen, prachtvoll mit Zweigen, Büschen und Waldpflanzen ausgestatteten Volieren die eigentlichen Hingucker der Schau. Dort flatterten neben der heimischen Vogelwelt wie Bachstelzen und Finken auch so exotische Vertreter wie die Schamadrossel aus Asien oder deräußerst seltene Balistar, der erst 1910 vom deutschen Ornithologen Erwin Stresemann entdeckt wurde und heute vor allem wegen illegalen Tierhandels nahezu ausgestorben ist. Farbe ins Liethhallen-Bild brachten unter anderem Rotsteißsittich, der Rosakakadu und natürlich der australische Königssittich. Mit der Konzeption als "offener Ortsschau" reagierten die Vogelfreunde Röhrkasten wie im Vorjahr auf die Entwicklung im Züchterbereich: "Einige Vereine haben Nachwuchssorgen und veranstalten inzwischen keine eigenen Schauen mehr", so ihr Vorsitzender Martin Dreveskracht. "Deren Züchtern bieten wir daher die Möglichkeit, sich hier zu beteiligen." Auch die Mitgliederentwicklung seines eigenen Vereins kann der Röhrkastener inzwischen nicht mehr ganz ohne Sorgenfalten betrachten: "Wir halten zwar seit Jahren einen stabilen Stand von 30 Mitgliedern, davon 15 aktive Züchter, aber im Bereich Nachwuchs kommt auch bei uns viel zu wenig nach." Die besten Zuchtergebnisse dieses Jahres erzielten die Obernkirchener Züchter Jürgen Wolf (beste Taube, bester Großsittich), Klaus Wolf (bester Wellensittich und bester Wellensittich Gegengeschlecht), Heinz Hesterberg (bester Positurkanarien) und Martin Dreveskracht (bester Waldvogel Körnerfresser). Frank Peek aus Niedernwöhren wurde geehrt für den besten Großsittich Mutation sowie den besten Agaporniden. Bernhard Preuß aus Beckedorf stellte die besten Exoten aus. Die Preise für die besten Farbkanarien und den besten Waldvogel Weichfresser ging an Gerd Ramminger aus Bad Salzuflen. Die beste Großvoliere hatte Oliver Pahnke aus Obernkirchen gestaltet. Die Preise für die besten Tischvolieren gingen an Dieter Mühlmeister, Katja Schmidt und Bernd Blödorn, die Preise für die besten Standvolieren an Jürgen Wolf, Hein Brehm und Werner Kuller.

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