weather-image
12°
Der 4. Zug der Feuerwehr Hameln feierte Geburtstag/ Spannende Wettkämpfe in Rohrsen

Beim Löschangriff ging es um Sekunden

Rohrsen. Der 4. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Hameln feiert in diesem Jahr sein 115-jähriges Bestehen. Bei den Aktiven hat die Teilnahme an Feuerwehrwettkämpfen in all den Jahren eine große Tradition, was sich auch in vielen Erfolgen auf Stadt- und Kreisebene ausdrückt. Was lag da näher, als befreundete Wehren zu solch einem Vergleichswettkampf einzuladen. Den konnte die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Rannenberg (Landkreis Schaumburg) für sich entscheiden. Fast hätten die Hochwassereinsätze an der Elbe den Brandschützern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch obwohl vielen von den teilnehmenden Wehren, darunter die Partnerfeuerwehren aus Rohrsen (Stadt Bad Münder) und Rohrsen (Landkreis Nienburg), erst am Tag zuvor von dem anstrengenden Einsatz zurückgekommen waren, freute sich Zugführer Carsten Scholz, vermelden zu können: „Nur eine Gruppe musste wegen eines Defekts am Fahrzeug absagen. Für alle anderen 15 Gruppen war es eine Selbstverständlichkeit und Verpflichtung, an unseren Wettkämpfen teilzunehmen.“

veröffentlicht am 20.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

270_008_6418663_wvh_2006_Wettkaempfe_Rohrsen_02_tis.jpg

Bei dem Feuerwehrwettstreit nach alten Bestimmungen wird ein Löschangriff vorgetragen. So musste eine Saugleitung zusammengekuppelt, mit der Pumpe verbunden und zu Wasser gelassen werden. Schon wurden Schlauchbrücken verlegt, Warndreiecke aufgestellt und Schläuche ausgerollt. Schließlich galt es, so schnell wie möglich drei Ziele (jeweils ein Kanister) in einer Entfernung von gut 50 Metern umzuspritzen. Erschwerend kam hinzu, dass ein Löschtrupp noch einen angedeuteten defekten Schlauch auswechseln und dann ein viertes Ziel umspritzen musste. Ein Wettkampfgericht unter der Leitung von Peter Mönkeberg aus dem Raum Bad Münder – alles erfahrene Feuerwehrkräfte, denen man so schnell nichts vormacht – überwachte die Übung. Da gab es Strafpunkte für falsche oder fehlende Befehle, Verstöße gegen die Wettkampfrichtlinien oder falsche Handhabung der Geräte. Zudem lief noch die Stoppuhr mit und es gab Bonuspunkte für das Durchschnittsalter, um ältere Kameraden nicht zu benachteiligen. Aus all dem wurde eine Gesamtpunktzahl errechnet.

Rund fünf Stunden dauerte der Wettstreit am Feuerwehrhaus des 4. Zuges im Hamelner Ortsteil Rohrsen. Zur Freude von Zugführer Scholz verfolgten ihn viele Zuschauer aus dem Ortsteil mit Ortsvorsteher Jobst-Werner Brüggemann an der Spitze, aber auch Gäste aus Politik und Feuerwehrführung. Bei der Siegerehrung am Abend gab es zwei Wertungen. Zum einen unter den Rohrser Gruppen, bei denen der 4. Zug mit 59.17 Punkten siegte, gefolgt von den Nienburgern und Bad Münderanern. Der Gesamtsieg, bei dem der 4. Zug außerhalb der Wertung lief, ging an die Wettkampfgruppe aus Rannenberg (Landkreis Schaumburg) mit 57,41 Punkten, vor Hilligsfeld III (83,17 Pkt.) und Rohrsen (Nienburg/91,89 Pkt).

Zum Abschluss richtete Zugführer Carsten Scholz in Bezug auf die derzeitige Diskussion um die Feuerwehrhäuser noch ein paar mahnende Worte an die Politiker: „Schauen Sie sich die Kameradschaft und Geselligkeit an, die heute hier geherrscht hat. Wenn es den 4. Zug hier in Rohrsen nicht mehr geben wird, weil er vielleicht keine Unterkunft mehr hat, fällt auch das weg. Das sollten Sie mit bedenken.“ Doch zunächst soll nach der Feuerwehrtechnik demnächst noch die Gemütlichkeit im Vordergrund stehen im Zusammenhang mit dem 115. Geburtstag. Am Samstag, 21. September, ab 19 Uhr ist eine Feier in der Sporthalle geplant, mit einem offiziellen Teil, aber auch Musik und Tanz. tis



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt