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Rintelner Lions bekommen Verstärkung durch vier neue Mitglieder

"Beim Lions Club ist der Einsatz jedes einzelnen Mitgliedes gefragt"

Rinteln (rd). Um den 20-jährigen Lionsclub nicht "in die Jahre" kommen zu lassen, ist in den vergangenen Monaten nach neuen Mitgliedern gefahndet worden - mit Erfolg. Während der Weihnachtsfeier im "Alten Zollhaus" in Todenmann, dem monatlichen Treffpunkt der Lions, hieß der amtierende Präsident Dr. Hein Kroos vier Neue willkommen und verpflichtete sie auf die Ziele des "Lionsclubs International", der größten Seviceorganisation der Welt.

veröffentlicht am 08.01.2008 um 00:00 Uhr

Werden vom Präsident Dr. Hein Kroos (r.) im Rintelner Lionsclub

Zu ihnen gehören Lars Klußmeyer (35 Jahre), beschäftigt in einem Service-Unternehmen für Schadensabwicklung, Professor Dr. Günter Groß (53 Jahre), der einen Lehrstuhl für Klimatologie und Meteorologie an der TU in Hannover innehat, Michael Eggersmann (37 Jahre), den Rintelnern als Geschäftsführer der gleichnamigen Kieswerke wohlbekannt, sowie Sven Wilkening (41 Jahre), der als Rechtsanwalt und Steuerberater tätig ist. Wie dieübrigen Mitglieder verpflichteten sich auch die Neuen aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten, ein Forum für eine offene Diskussion aller Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu bilden, in Not geratenen Mitmenschen mit Tatkraft Beistand zu leisten und - wo notwendig - materiell zu unterstützen sowie Freundschaft als Ziel und nicht als Mittel zum Zweck zu betrachten. Dr. Kroos wies außerdem daraufhin, dass das Motto "We serve" keine bloße Phrase ist, sondern gerade in der heutigen Zeit des Wandels von einer Werte- in eine reine Konsumgesellschaft den ganzen Einsatz eines jeden Clubmitglieds erfordert. Zur Zeit geht die Lionsorganisation mit den Sucht-Präventivprogrammen "Klasse 2000" und "Lions Quest" den Defiziten von Kindern und Jugendlichen gezielt nach. Durch das Projekt "Klasse 2000" sollen Kinder eine positive Einstellung zur Gesundheit entwickeln, die Bedeutung von gesunder Ernährung erkennen und einen kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und den Versprechen der Werbung lernen. Die Klassenlehrer erhalten ausführliches Vorbereitungsmaterial und Unterrichtsvorschläge. Darüber hinaus werden einige Unterrichtseinheiten von speziell geschulten Fachleuten aus den BereichenGesundheit und Pädagogik bestritten. Eine wissenschaftliche Untersuchung belegt, dass "Klasse 2000" wirkt: Der Anteil von Kindern, die regelmäßig rauchen, war bei den "Klasse 2000-Kindern" nur halb so groß wie bei Kindern, die nicht an dem Programm teilgenommen haben. Neben den Lionsclubs engagieren sich Firmen und andere Institutionen für das Programm. Viele Schaumburger Schulen nehmen bereits mit Erfolg an dem Präventivprogramm teil. Beschlossen hat der Lions- club Rinteln eine Unterstützung des Programms "Lions Quest" - Erwachsen werden. Sinn dieses Programms ist es, dazu beizutragen, dass Jugendliche mit sich selbst und mit anderen "klarkommen". Gesetzt wird vorrangig auf die Stärkung des jugendlichen Selbstvertrauens. Lehrkräfte haben erkannt, dass die Vermittlung von Fachwissen allein nicht ausreicht. Schüler müssen in der Schule verstärkt und gezielt soziale Kompetenzen erwerben und damit für das Leben lernen. Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen ist bekanntermaßen das wirkungsvollste Instrument zur Verminderung jugendlichen Problemverhaltens. Sie wirkt gegen Versagen in der Schule, Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft und Missbrauch von Suchtmitteln. Der Lionsclub Rinteln hat im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass 33 Schulklassen aus der Region an dem Programm "Klasse 2000" teilnehmen konnten sowie ein Fortbildungsseminar für am "Lions-Quest"-Programm teilnehmende Lehrer organisiert. Doch es bedarf noch erheblicher Anstrengungen, Spenden und auch Geldern von Sponsoren, um die Programme flächendeckend einsetzen zu können. Der Lionsclub ist im wesentlichen auf Spenden "von außen" angewiesen. Vielfach unbekannt ist der Öffentlichkeit die Möglichkeit, den Lionsclub mangels eigener Nachkommen testamentarisch zu bedenken, damit das Vermögen nutzbringend eingesetzt werden kann. Für das Jahr 2008 hat der Lionsclub eine Vielzahl von Aktivitäten geplant, auf die der Vorstand noch rechtzeitig hinweisen wird. Weltweit gibt es mehr als 1 300 000 Lionsorganisationen, allein in Deutschlandüber 41 000.

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