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Prüfer mit Spezialgerät auf dem Friedhof unterwegs / Viele lassen Gedenksteine gleich hinlegen

Beim Kippeltest fällt nur ein Grabstein um

Kathrinhagen (rnk). 300 Nano müssen die kleinen Grabsteine aushalten, bei 500 Nano müssen ihre größeren Brüder ihre Standfestigkeit beweisen: Einmal im Jahr muss auf dem Friedhof Kathrinhagen geprüft werden, ob von den Grabsteinen eine Gefahr ausgeht.

veröffentlicht am 11.04.2008 um 00:00 Uhr

Der Stein wackelt: Ein grüner Aufkleber warnt.

Natürlich geht von den Steinen keine Gefahr aus, das ist schon auf den ersten Blick erkennbar: Hier wackelt nichts, hier wird jedes Grab gepflegt. Aber Vorschrift ist Vorschrift, daher machen sich Rita Weber, Ulrich Schmidt und Bettina Schlegel Böhm gemeinsam auf den Weg. 300 Grabstellen gibt es auf dem Friedhof, aber die Zahl der zu überprüfenden Steine ist in den letzten Jahren, relativ gesehen, deutlich gesunken: Immer mehr Familienangehörige entscheiden sich, den Stein gleich flachgeneigt auf das Grab legen zu lassen - dann kommt von vornherein gar kein Ärger bei der jährlichen Überprüfung auf. Die Regeln sind klar: Wessen Stein den Test nicht besteht, dessen Angehöriger bekommt einen freundlichen Brief, in dem er gebeten wird, sich um die Standfestigkeit zu kümmern. Nach einer Frist wird nachgeprüft. Und damit der Kippeltest nicht von der zu starken oder nicht vorhandenen Muskelkraft des Prüfers abhängig ist, gibt es mechanische Kipp Tes ter: Zwei Stück hat sich das Trio aus Beckedorf besorgt, dort können sie ausgeliehen werden. Ab 70 Zentimetern Höhe muss der Grabstein 500 Nano aushalten. Vier Grabsteine bestehen an diesem Nachmittag den Test nicht, einer fällt während des Tests sogar um. Anzusehen war es ihm vorher nicht, er sah aus wie allen anderen. Rita Weber, Bettina Schlegel-Böhm und Ulrich Schmidt gucken sich an: Es ist doch gut, dass einmal im Jahr überprüft wird, ob die Steine sicher stehen.



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