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Eines der wichtigsten Gebäude der Stadt

Beim Hochzeitshaus nicht aufs Geld schauen

Wenn für die Bedachung des Hochzeitshauses die Kosten der ausschlaggebende Faktor sein sollten, dann wäre es doch das Sinnvollste, das Haus mit Dachpappe zu decken.

veröffentlicht am 07.10.2020 um 23:44 Uhr

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Zu: „Stadt Hameln klagt gegen Stadt Hameln“, vom 18. September


Dafür spräche weiter erstens, dass da oben doch kaum einer hinguckt und zweitens, dass es bei dem Gebäude ohnehin nicht mehr darauf ankommt, nachdem der Rat der Stadt das Innere des Hochzeitshauses bedenkenlos und ungestraft dem Wahn der „Erlebniswelt Renaissance“ geopfert hat.

Dennoch: Das Hochzeitshaus bleibt eines der wichtigsten historischen Gebäude der Altstadt, und es sollte (wenigstens von außen) seine Gestalt behalten. Und dazu gehört unbedingt die Bedachung mit Solling-Sandsteinplatten! Es hat sich mir bleibend eingeprägt, wie früher schon ein anderes Hamelner Gebäude seinen Charakter durch Neubedachung verlor: Ich beobachtete im Herbst 1977 mit Entsetzen, wie die Dachdecker die Solling-Platten vom Hauptgebäude des Reden-Hofes achtlos herunterwarfen, wo sie zerbrachen. Ersetzt wurden sie durch normale Dachpfannen. Ich habe für lange Zeit den Blick abgewendet, wenn ich am Reden-Hof vorbeikam, weil der Verlust so augenfällig war. Wo so oft Geld für unsinnige Zwecke (zum Beispiel Kreisel auf Nebenstraßen) ausgegeben wird, sollte man bei einer für die Stadt und ihren Fremdenverkehr so wichtigen Angelegenheit nicht aufs Geld gucken!



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