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Verbrauch sinkt durch milden Winter

Beim Gas bereits 150 Euro pro Haushalt gespart

Landkreis (dil). Vom milden Winter 2006/2007 haben Schaumburger auf der Heizkostenabrechnung 2006 noch nichts gespürt. Er hatte nur die Mehrkosten des vorigen Winters wieder halbwegs auf Normal gedrückt. Doch wenn es 2007 so mild weitergeht wie bisher, kann man sich 2008 ein bisschen Luxus leisten. Bereits jetzt hat ein Durchschnittshaushalt bei Erdgas rund 150 Euro gespart. Die Gasversorger bestätigen Absatzrückgänge von 25 bis 33 Prozent.

veröffentlicht am 14.04.2007 um 00:00 Uhr

Im ersten Quartal ist der Erdgasabsatz bei Privatkunden von E.on Westfalen-Weser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel gesunken. "Darüber hinaus haben wir den Erdgaspreis zum 1. März während der Heizperiode deutlich gesenkt, und zwar um 0,38 Cent/Kilowattstunde brutto". E.on Westfalen Weser hat mit dieser Preissenkung die aktuelle Entwicklung der Rohölpreise auf den Weltmärkten zum frühest möglichen Zeitpunkt weitergegeben", teilt Unternehmenssprecherin Angelika Schomberg mit. Das Unternehmen versorgt Kunden in Bad Nenndorf, Rodenberg und Teilen von Lindhorst mit Erdgas. "Unser Erdgaspreis liegt im ersten Drittel der preisgünstigen Unternehmen in Deutschland." Die milde Witterung habe keinen Einfluss auf die Preispolitik. Keinen Einfluss auf die aktuelle Preispolitik räumt auch Karl Schleef, Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe in Bückeburg, dem milden Wetter ein. "Der um ein Viertel geringere Absatz beeinträchtigt unser Jahresendergebnis - aber nicht besorgniserregend Der Ölpreis sank zwar zuletzt, aber eine Senkung des damit gekoppelten Erdgaspreises ist für uns kurzfristig kein Thema. Wir haben schließlich auch 2006 den Gaspreis stabil gehalten, als die Ölpreise stark angestiegen sind. Und eine Prognose für die nächsten Monate geben wir nicht ab." Noch sitzen Schleef und dessen Mitarbeiter am Erstellen des Jahresabschlusses 2006. Und dieser wird einen Verwendungsvorschlag für den Gewinn enthalten. Doch bestimmen werden darüber die Anteilseigner wie die Kommunen Stadthagen, Bückeburg, Eilsen, Lindhorst und Obernkirchen sowie E.on Westfalen-Weser (15 Prozent). Der jetzt niedrigere Absatz wirkt sich dagegen erst in der Jahresrechnung 2007 Mitte nächsten Jahres aus. Was der Bürger jetzt spart, könnte dann an ausschüttbarem Gewinn für die Kommunen fehlen, die andererseits aber selbst Heizkosten gespart haben. Der Gasverkauf ist Hauptumsatzbringer der Stadtwerke. Die Stadtwerke Rinteln haben ebenfalls rund 25 Prozent weniger Gas abgesetzt als im ersten Quartal 2006 und immer noch 17 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2005, teilt deren Geschäftsführer Jürgen Peterson mit. Eine Preisreduzierung zieht auch er nicht in Erwägung, obwohl Vorlieferant Ruhrgas AG zum 1. April seinen Preis um 0,24 Cent pro Kilowattstunde reduziert hat. 2005 und 2006 habe man die Preissteigerungen auch nicht voll weitergegeben.



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